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Private Krankenversicherung - Krankenvollversicherung

Wie Privatpatienten Kosten einsparen und ihre Prämie senken können
Vergleich Private Krankenversicherung

Die Private Krankenversicherung (PKV) hat derzeit mit zwei Entwicklungen zu kämpfen, die die Kosten in die Höhe treiben: die erhöhte Lebenserwartung und die steigenden Ausgaben für die ambulante Versorgung. Die Folge: Die meisten Gesellschaften müssen regelmäßig ihre Beiträge anheben. Viele Versicherte können jedoch ihre Prämie selbst wieder senken und Ausgaben reduzieren. Seit Januar 2010 können sie zum Beispiel ihre Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge als Sonderausgaben beim Finanzamt geltend machen.

Die Private Krankenversicherung (kurz: PKV) muss jährlich überprüfen, ob die Ausgaben für ihre Tarife nicht höher ausfallen, als sie kalkuliert haben. Sollten die Kosten die Prämien um über 10 Prozent überschreiten, ist das Unternehmen verpflichtet, die Beiträge anzupassen. Der Nachbesserungsbedarf zu Jahresanfang war groß: Stiftung Warentest ermittelte Aufschläge zwischen fünf und 15 Prozent – für viele Haushalte ist die Mehrbelastung deutlich zu spüren. Doch, was können sie tun, um ihre Ausgaben wieder zu senken?

Eine Kündigung ist in der Regel die schlechteste Wahl. Denn durch den Wechsel in eine andere private Krankenversicherung verlieren die Versicherten ihre Altersrückstellungen, zumindest teilweise. Diese Rücklagen bildet jede private Krankenversicherung von den Beiträgen, um im Alter die steigenden Gesundheitsausgaben zu decken. Beim neuen Versicherer müssten die Kunden neue Altersrückstellungen bilden – damit ist die Wahrscheinlichkeit gering, dort einen vergleichbaren Tarif zu finden, der günstiger ist.

Versicherte sollten deshalb zunächst nach anderen Einsparmöglichkeiten suchen. Ein Weg steht allen privat Versicherten offen: Seit Januar 2010 können sie einen erheblichen Teil ihrer Beiträge als Sonderausgaben steuerlich geltend machen – genauer gesagt: den Anteil, den sie für die Grundversorgung zahlen.

Eine weitere Einsparung bietet ein Tarifwechsel beim bisherigen Versicherer. Der Vorteil: Die Altersrücklagen bleiben voll erhalten. Private Krankenversicherungen bieten meist verschiedene Tarife an, aus denen sich Kunden ihren gewünschten Schutz zusammenbauen können. Wer in günstigere Tarife wechselt, kann seinen Monatsbeitrag je nach Tarif leicht um über hundert Euro senken. Der Nachteil: Der Versicherte nimmt dafür geringere Leistungen in Kauf. Kunden sollten deshalb darauf achten, dass sie einen Mindestschutz nicht unterschreiten: Die private Krankenversicherung sollte zum Beispiel Arzthonorare bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung zahlen. Auch sollte der Katalog mindestens 20 Sitzungen für die psychotherapeutische Behandlung einschließen.

Rentner können ihre Kosten erheblich senken, wenn sie in den Standardtarif wechseln. Der Standardtarif umfasst in der Regel geringere Leistungen als der herkömmliche Schutz; gleichzeitig liegt er meist jedoch qualitativ über dem der gesetzlichen Krankenversicherung. Um in den Tarif zu wechseln müssen der Versicherte allerdings seit mindestens zehn Jahren bei der privaten Krankenversicherung versichert sein und das 65. Lebensjahr erreicht haben. In Ausnahmefällen steht jedoch auch 55-Jährigen der Standardtarif offen.

Eine weitere Einsparmöglichkeit bietet eine Erhöhung des Selbstbehalts. Hier verpflichtet sich der Versicherte, Teilkosten für Arztbesuche und Medikamente privat zu zahlen. Für Arbeitnehmer lohnt sich ein Selbstbehalt allerdings nur, wenn die halbe Beitragsersparnis im Monat den Selbstbehalt übersteigt. Denn für den Selbstbehalt übernimmt der Arbeitnehmer keine Kosten.

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