Die gesicherte Rente

Immer wieder lernt man Menschen kennen, die mit dem Begriff der Rente nur sehr wenig anfangen können. Sie glauben, was Politiker versprechen und geben sich der Illusion hin, dass es in diesem System so etwas wie soziale Gerechtigkeit gäbe. Die Medien leisten dazu ihren Beitrag. Verharmlosung, Desinformation, Interessenvertretung, Ablenkung von den eigenen Problemen und Kontrolle der Massen sind wirksame Mittel der Medienlandschaft. Über die Medien erzählen uns Politiker, was wir hören wollen und tun, was sie tun wollen. Im Ergebnis dessen wird der Bevölkerung immer mehr genommen. Nun stehen wieder Wahlen an. Das Festival der Marktschreier beginnt. Die Wahlversprechen werden immer kreativer. Jedes Mittel ist recht, um Stimmen zu erhaschen.Dass es am Ende wieder anders kommt, als versprochen wurde, daran ist man mittlerweile gewöhnt. Die Wahlen hierzulande wirken auf jemanden wie eine schlechte Talkshow im Nachmittagsprogramm.

Bei all den Ereignissen vergisst man fast, dass für nunmehr 60% der jetzt berufstätigen Bevölkerung im Rentenalter das soziale Aus droht. Schuld daran sind nicht die Menschen. Sie werden seit vielen Jahren von der Politik in die Irre geführt.Das derzeitige Rentensystem ist seit vielen Jahren schon tot. Es wird vielmehr "künstlich" am Leben erhalten, um den Anschein zu wahren. In Wahrheit wird ständig daran herumgebastelt, ohne die Ursachen des Scheiterns zu bekämpfen. Das Ganze ist vergleichbar mit einem Baum im Herbst, dem ständig die Blätter wieder mit Leim befestigt werden.

Dass das nicht funktionieren kann, sollten jedem klar sein. Die Vision von der sicheren Altersversorgung ist schlicht weg eine Irreführung.

Seit diesem Jahr werden alle Register gezogen. Die Riesterförderung soll den Glauben stärken, dass die Rente eine gute Chance hat. Die Frage stellt sich nur, wem die Riesterrente wirklich helfen soll? Sie vermittelt das Gefühl von hoher Rentabilität durch die Beteiligung des Staates mit Steuervorteilen oder Zulagen. Gleichzeitig wird der Bürger verpflichtet, Produkte zu zeichnen, die ihm durch ihre Konzeption der wichtigsten Grundlage für hohen Ertrag berauben:dem Inflationsschutz und der Rendite.

Unsere Regierung hat mit der Riesterrente eindeutig Stellung für das Kapital bezogen. Den größten Nutzen haben nämlich die Institute!







Die Gefahren im Geldwert

Haben Sie sich schon einmal darüber Gedanken gemacht, wie viel Ihr Geld tatsächlich wert ist? Dabei ist es völlig egal, in welcher Währung Sie Ihr Geld halten.
Wir glauben, wenn z. B. auf einem Geldschein 100 € draufsteht, ist er auch 100 € wert. Das können Sie ganz einfach prüfen, wenn Sie sich mal aufschreiben, wie viel Sie für 100 € heute einkaufen können. Wenn Sie das ein oder zwei Jahre später wiederholen, werden Sie erkennen, dass Sie für das gleiche Geld nur noch weniger Waren kaufen können.

Interessant wird das, wenn wir diesen Effekt mal über einen langen Zeitraum betrachten. Im Jahr 1960 arbeiteten z. B. die Menschen im produzierenden Gewerbe für durchschnittlich DM 2,90/Stunde (Männer) und DM 1,85/Stunde (Frauen). Dabei wurden durchschnittlich 46,4 Wochenstunden von Männern und 42,2 Wochenstunden von Frauen absolviert. Das ergab einen Monatsbruttolohn bei Männern von ca. DM 538,00 und für Frauen von ca. DM 312,00. Aus der heutigen Sicht ist es nicht vorstellbar, für einen so geringen Stundenlohn zu arbeiten. Wenn man sich vor Augen führt, dass die gleiche Berufsgruppe im Jahr 2001 ca. DM 30,00 (Männer) und ca. DM 22,00 (Frauen) Stundenlohn hatte, wird klar, was hier passiert.

Natürlich waren auch die Preise zu dieser Zeit ganz andere als heute. Der Punkt ist, dass die Verhältnisse damals genau die gleichen waren, wie heute. Wenn jemand damals DM 100 geschenkt bekommen hätte, wäre das ein Fünftel seines Bruttoeinkommens gewesen. Heute sind DM 100,00 (oder rund 50 €) ein Kinobesuch für eine vierköpfige Familie mit Popcorn und Cola.


Am Geld selbst hat sich nichts verändert. Auf beiden Scheinen standen DM 100,00 drauf. Trotzdem waren sie nicht gleich viel wert. Ihr Wert spiegelte sich dadurch wieder, was man dafür kaufen konnte.

Unser Problem besteht darin, dass wir von klein auf erzogen wurden, Geld als einen Wert zu sehen. Dies ist leider ein gefährlicher Trugschluss! Geld selbst hat KEINEN WERT, sondern lediglich eine KAUFKRAFT, die von Menschen bewertet bzw. festgelegt wird. Nur die Waren, die wir für das Geld kaufen, haben einen WERT. Und diese Waren können wertbeständig sein oder nicht.

Wenn wir für unsere alten Tage Vorsorge treffen möchten, gilt es, den Gegenwert unserer Arbeit sicher und werthaltig anzulegen. Sicherheit und Werthaltigkeit sind die wichtigsten Eigenschaften, die eine Kapitalanlage haben muss. Allerdings müssen wir zuerst Sicherheit und Werthaltigkeit definieren. Lassen Sie uns zunächst die Werthaltigkeit beschreiben.

Da wir keine Vorstellung davon haben, wie sich Preise und Löhne entwickeln werden, ist es nicht möglich für uns, eine Größenordung an Vermögen für eine ausreichende Altersversorgung festzulegen, wir haben nur gelernt zu fragen, "wie viel zahlt man ein, was kommt am Ende raus?"
Die Zahl, die wir dann als Ablaufsumme sehen, bewerten wir mit unserem heutigen Geldwert- Verständnis und der Erfahrung, was heute alles so kostet.Wir malen uns aus, was man heute so alles machen könnte, wenn man die Summe heute zur Verfügung hätte und unterschreiben zufrieden den Vertrag. Ohne es zu wollen, erliegen wir der Illusion, unsere Altersversorgung wäre damit gesichert. Wie fatal sich dieser Trugschluss auswirken kann, zeigt ein Beispiel.


Unser Arbeiter von 1960 hat sich entschlossen, eine Altersvorsorge zu besparen. Er ist 30 Jahre alt und will mit 65 in Rente gehen. Zu diesem Zweck schließt er eine Kapitallebensversicherung (Geldwertanlage) ab mit einem gleichbleibenden Beitrag von monatlich DM 50,00. Man beachte, dass DM 50 etwa 10% seines Bruttoeinkommens sind, also ein verhältnismäßig hoher Aufwand für ihn.
Zu seinem 65. Geburtstag im Jahr 1995 holt er sich seinen Kontoauszug von der Bank ab und sieht seine Ablaufsumme aus der Lebensversicherung in Höhe von ca. DM 56.000,00!!! Damit kann er zum Zeitpunkt der Auszahlung keine großen Sprünge machen. Sein Sparvertrag hat ihm nur eines gebracht: die Erkenntnis, dass Geldwertanlagen sich nicht lohnen, weil sie die schleichende Inflation nicht auffangen können. Leider hilft ihm diese Erkenntnis zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr weiter.

ÜBRIGENS







Was ist mit der Sicherheit?

ZEIT ZU LEBEN - die Sache mit der Sicherheit

Sicherheit ist vielen wichtig. Unser Sicherheitsbedürfnis kann uns z.B. in einem Job halten, den wir hassen, eine Beziehung weiterführen lassen, in der wir unglücklich sind und es lässt uns "ja" sagen zu allen möglichen Bitten und Anforderungen anderer. Auf unser Sicherheitsbedürfnis zielen auch viele Politikeraussagen und Werbekampagnen ab.

So sind natürlich die Renten und das Gesundheitssystem sicher, Kernkraftwerke und Autos sind sicher und auch das Klopapier wird mit dem Hinweis "weich und sicher" verkauft.

Stellen wir uns einmal die zugegebenerweise unbequeme Frage, "was ist denn wirklich sicher"? Die Sache mit dem Klopapier dürfte noch jeder durchschauen. Aber in vielen anderen Punkten kann uns unsere Sehnsucht nach Sicherheit durchaus den klaren Blick vernebeln. Glauben Sie denn tatsächlich, dass Sie nicht gekündigt werden, nur weil Sie auch diesmal wieder Überstunden leisten oder dass Sie Ihre Freunde behalten, wenn Sie ihnen die unangenehmen Dinge abnehmen?

Sich nach Sicherheit zu sehnen ist menschlich. Aber es ist angeraten, immer genau hinzuschauen, wann uns unser Sicherheitsbedürfnis in Situationen bringt, in denen wir nur noch "aushalten". Stillhalten ist leider kein Garant für Sicherheit und führt außerdem oft direkt in die Unzufriedenheit.

Wenn wir ein bißchen genauer hinschauen, können wir erkennen, dass immer dann, wenn wir auf Sicherheit bedacht sind, unser gedanklicher Fokus viel stärker auf einer Horrorvision liegt als auf den Chancen, welche sich uns bieten. Aus Angst vor Arbeitslosigkeit sehen wir gar nicht, welche guten Jobmöglichkeiten wir hätten, würden wir uns einmal wagen, auf die Suche zu gehen. Aus Angst vor einem erneuten Streit erkennen wir nicht die Möglichkeiten einer erfüllten Beziehung, würden wir daran arbeiten.

Unsere Sicherheit im Auge zu behalten ist wichtig. Aber wir dürfen nicht zu Sklaven unseres Sicherheitsbedürfnisses werden. Sehr oft ist Sicherheit nur eine Illusion und andere nutzen unser Sicherheitsbedürfnis zu deren Vorteil aus.

Entwickeln Sie Sicherheit aus sich selbst heraus und haben Sie den Mut, einmal genau hinzuschauen, welchen Preis Sie in Ihrem Leben für eine vermeintliche Sicherheit bezahlen. Ein Schiff wird gebaut, um den Hafen zu verlassen und sich auf die hohe See zu begeben. Vergessen Sie das nicht. Denn viele Menschen sind wie ein Schiff, das ein ganzes Leben lang im Hafen verweilt. Es ist Zeit zu leben.

(aus Anlegerzeitung DER FREIE BERATER, Ausgabe 01/2002, www.derfreieberater.de)




Bei der Geldanlage wird uns von Seiten der Institute erklärt, dass eine Anlage sicher ist, wenn man Garantien bekommt oder weiß, was am Ende herauskommt. Zugegeben, das ist eine Art Sicherheit. Allerdings ist es eine, die uns überhaupt nichts nützt.

Jeder Anleger braucht die Sicherheit, dass er sich am Ende der Laufzeit einer Anlage oder eines Sparvertrages noch genug von dem Geld kaufen kann, um sorglos klar zu kommen. Diese Sicherheit kann man sich nur erkaufen, wenn man sich von der Manipulation der Institute abwendet und fortan auf sachwertbezogene Anlagen baut, die Inflationsschutz und Rendite bieten.

Selbstverständlich sollte auch eine solide Investition ohne Überraschungen dazugehören, aber das setzen wir voraus. Wenn es um die Altersversorgung geht, ist sowieso kein Platz zum Zocken.

Merken Sie sich eines: Je sicherer Ihr Banker die Anlagen bewertet, um so sicherer ist es, dass Sie den geringsten Nutzen an dem Produkt haben. Davon können Sie ausgehen. Seit Jahrzehnten haben Banken und Versicherungen ihre Kunden mit sogenannten "sicheren Produkten" um ihr Vermögen gebracht.Wenn es um Ihr Geld geht, müssen Sie eine Entscheidung treffen. Entweder Sie verdienen an Ihrem Geld oder ein Institut. Wenn Sie es sein wollen, müssen Sie sich von der Vorstellung trennen, dass Banker oder Versicherungsvertreter Ihnen helfen können.

Sowohl Banker als auch Versicherungsvertreter (und das bezieht jeden ein, der für ein solches Institut arbeitet) sind von Banken und Versicherungen zu Erfüllungsgehilfen ausgebildet worden. Sie wissen nicht, wie Sie Ihnen zu mehr Rendite und Inflationssicherheit verhelfen können. Vielmehr sind sie darin perfekt geschult, Ihnen gegenüber mit Anzug und vermeintlicher Kompetenz Produkte zu verkaufen, die Sie immer ärmer und das Institut immer reicher machen. Ob Sie es mir glauben oder nicht, Banker und Versicherungsvertreter haben keine Ahnung, wie man richtig Geld anlegt. Sie erwecken zwar den Eindruck, dass sie es könnten. Das können sie aber nur weil der Kunde meistens noch weniger Wissen darüber hat.







Die Lebensversicherungslüge

Seit Jahrzehnten wurde in Deutschland die Kapitallebensversicherung als Produkt Nummer Eins für die Altersvorsorge angeboten und genutzt. Und dies wurde getan, obwohl:

  • die Renditen schlecht,
  • die Kosten immens hoch,
  • die Ablaufleistung nicht inflationsgeschützt,
  • die Garantieverzinsung jederzeit geändert werden kann und wird,
  • die Prognosen oftmals viel zu hoch sind,
  • die deutschen Bilanzierungsrichtlinien den legalen Betrug am Kunden zulassen,
  • es keine ausreichende Kontrolle vom Bundesaufsichtsamt mehr dafür gibt.

Seit diesem Jahr werden alle Register gezogen. Die Riesterförderung soll den Glauben stärken, dass die Rente eine gute Chance hat. Die Frage stellt sich nur, wem die Riesterrente wirklich helfen soll? Sie vermittelt das Gefühl von hoher Rentabilität durch die Beteiligung des Staates mit Steuervorteilen oder Zulagen. Gleichzeitig wird der Bürger verpflichtet, Produkte zu zeichnen, die ihm durch ihre Konzeption der wichtigsten Grundlage für hohen Ertrag berauben:dem Inflationsschutz und der Rendite.

Hier kann man nur Beifall klatschen. Unsere SPD- Regierung, die doch angeblich soviel für das Volk tun wollte hat mit der Riesterrente eindeutig Stellung für das Kapital bezogen. Den größten Nutzen haben nämlich die Institute!







Das Märchen von den eigenen vier Wänden

Geld kann nur dann werthaltig bleiben, wenn es sich bewegt. Nur, wenn Sie Ihr Geld auf die Reise schicken, kommt es mit seinen Freunden wieder. Vielen ist gar nicht bewusst, was in Deutschland für eine ausgeklügelte Industrie existiert, den Leuten bei der Verwirklichung eines Grundbedürfnisses nach allen Regeln der Kunst das Geld aus den Taschen zu ziehen.

Das Eigenheim wird in der Werbung und Politik als wichtiger Pfeiler der Altersversorgung dargestellt. Zugegeben, wenn man es richtig macht, stimmt das sogar. Die traurige Wahrheit ist aber, dass über 90% der geschaffenen Eigenheime eher einer Melkbank für andere gleichen als einer Altersversorgung.


Die Highlights der Eigenheimirrtümer

Bauen sei günstiger als Mieten

  • Grundsätzlich kann man einen bestimmten Wohnraum mit höherer Flexibilität (umziehen in andere Stadt etc.) und erheblich weniger Geld mieten, als man für ein Haus oder eine Eigentumswohung in gleicher Größe monatlich bezahlen müßte.
  • Der Mieter hat mehr finanziellen Spielraum, weil die Miete nicht so hoch ist, wie eine Finanzierungsrate und kann sich so einen höheren Lebensstandard leisten.
  • Die Preise für Häuser in annehmbarer Qualität sind in Deutschland viel zu hoch.
  • Ein Haus muss regelmäßig gewartet werden, was erheblich in´s Geld gehen kann.

Mit einem Haus hat man etwas für´s Leben.

  • Stimmt! Jeder, der mal versucht hat, sein Eigenheim wieder zu verkaufen, ohne Verlust zu machen, kann davon ein Liedchen singen.
  • Leben ist Veränderung. Die Ansprüche und Interessen wechseln mit der Generation. Während die junge Familie den Freiraum von vielen Quadratmetern liebt, wird es den Senioren zur Last.
  • Mit einem Haus ist man auf einen Wohnort festgelegt und muß unter Umständen für die berufliche Tätigkeit sehr große Wegstrecken in Kauf nehmen. Berufliche Veränderungen können nur bedingt durchlebt werden.

Ein eigenes Haus zu haben, bedeutet unabhängig zu sein.

  • Das stimmt auf alle Fälle. Leider trifft es bei den meisten nicht zu. Der Besitz eines Hauses ist oftmals mit einer sehr langen Finanzierungsphase verbunden. Wenn die Finanzierung obendrein nur darauf abzielt, Darlehen zurück zu führen, aber kein Vermögen zu erwirtschaften, kann man wohl kaum von Unabhängigkeit reden.
  • Die Finanzierung entzieht die Unabhängigkeit. Personen mit Finanzierungen sind besorgter um ihren Job, fahren seltener in den Urlaub, reagieren unflexibler auf Veränderungen (vor allem finanzielle nach unten).
  • Personen, die finanzieren und trotzdem Vermögen aufbauen, leben sicherer, ruhiger und relaxter. Mit einem dicken Konto, kann schon mal etwas passieren. Mit Geld ist alles leichter zu ertragen als ohne Geld.
  • Die Unabhängigkeit sollte auch während der Finanzierungsphase vorhanden sein, bzw. aufgebaut werden. Wer jedes zusätzliche Geld zur schnelleren Tilgung der Finanzierung verwendet, schafft es nur schwerlich, Vermögen aufzubauen. Nur Vermögen bedeutet Unabhängigkeit. Ich möchte noch hinzufügen, liquides Vermögen bedeutet Unabhängigkeit. Ein abbezahltes Haus ist Vermögen, in dem die Liquidität "eingemauert" wurde. In einer "Saure- Gurken- Zeit" nützt Ihnen dieses Vermögen nur sehr wenig. Einen Überblick kann man sich z.B. mit einem Finanzierungsrechner verschaffen.

Mit einem bezahlten Haus ist der Lebensabend gesichert.

  • Soweit Sie es geschafft haben, neben Ihrer Baufinanzierung auch anderes Vermögen aufzubauen, mag das zutreffen. Wenn Sie allerdings zu dem Personenkreis gehören, für den es nichts wichtigeres gibt, als so schnell wie möglich den Hauskredit abzuzahlen, dann seien Sie gewarnt. Sie werden nicht mehr genug Zeit haben, um weiteres Vermögen anzusparen.
  • Ein abbezahltes Haus ist Geldvernichtung pur. Die Mauern des Hauses wurden in der Regel über ein gesamtes Berufsleben abgezahlt. Bereits während dieser Zeit kostet das Haus regelmäßig zusätzliches Geld für Instandsetzung. Das hört niemals auf. Als Kapitalanlage ist ein selbstgenutztes haus absolut untauglich. Allerdings besitzt ein Haus einen hohen subjektiven Wert, den man mit Geld nicht aufwiegen kann.

Eins nach dem anderen, wenn wir mit der Finanzierung fertig sind, sparen wir für´s Alter.

  • Vermögen ist Zeit mal Geld. Im Vermögensaufbau wird der Faktor Zeit oft unterschätzt. Er ist aber in der Regel der entscheidende Faktor für finanziellen Erfolg.
Ein Beispiel:

Bei einer Laufzeit von 35 Jahren brauchte man in der Vergangenheit einen monatlichen Sparbeitrag von ca. € 82,00, um ca. eine Million € mit einer Fondspolice anzusparen

Habe man nur 30 Jahre, um das gleiche Ergebnis zu erwirtschaften, bräuchte man schon einen monatlichen Sparbeitrag von ca. € 150,00. Fünf Jahre weniger Zeit müssen also durch fast doppelt soviel Beitrag kompensiert werden.

Würde man in nur 20 Jahren das gleiche Ergebnis erwarten, müßte man einen monatlichen Sparbeitrag von ca. € 790,00 weglegen. Hier sieht man ganz deutlich, wie sich der Mangel an Zeit in der Höhe des Sparbeitrages rächt.

Übrigens vor 10 Jahren hätte man ca. € 4.300,00 monatlich gebraucht, um die Million bis heute zu erwirtschaften.

Fazit: Niemand kann es sich erlauben, beim Vermögensaufbau Zeit zu verschenken! Jedes ungenutzte Jahr stellt einen herben Einschnitt in das erwartete Ergebnis dar und rächt sich durch ungleich höheren Aufwand.

Das Märchen von den guten Zinsen

Wenn Sie langfristig Kapital anlegen oder aufbauen möchten, sind das letzte, was Sie brauchen, Zinsen. Zinsen erhalten Sie immer nur auf nominelle Werte, sprich Geldwerte. Die Zinsen können noch so verlockend sein, solange Sie sie nicht nach Steuer und Inflation betrachten, geben Sie sich nur einer schönen Illusion hin.

Ein Beispiel:

  • Sie legen Kapital (z.B. € 100.000) an und bekommen darauf ein Zinsversprechen von 6% p.a. (€ 6.000)
  • Zinsen sind steuerpflichtig, d.h. etwa ein Drittel Ihres Zinsertrages (€ 2.000) wandert in Richtung Finanzamt.
  • Die schleichende Inflation greift die Kaufkraft Ihres Kapitals von € 100.000 an. Bei z.B. 3% Inflationsrate p.a. vermindert sich also die Kaufkraft Ihres Kapitals um 3% (€ 3.000).
  • Wenn man also am Ende eines Jahres bilanziert, hat das Kapital gerade mal € 1.000 Zuwachs erfahren.
Nun fragen Sie sich einmal, wie einfach es hierzulande ist, für sein Kapital 6% Zinsen p.a. zu erhalten. Jede Geldwertanlage mit einem Zinssatz unter 6% p.a. erbringt keinen wirklichen Wertzuwachs. Natürlich wird die Zahl auf Ihrer Bankurkunde immer größer. Allerdings bedeutet das noch lange nicht, dass der Wert Ihres Kapitals größer wird bzw. die Kaufkraft gestiegen ist.

Selbstverständlich ist nichts dagegen einzuwenden, Geld kurzfristig auf Geldwertanlagen zu "parken". Für den langfristigen Anlagehorizont sind Geldwertanlagen allerdings aus den schon mehrfach erwähnten Gründen absolut ungeeignet, sogar gefährlich!

Merken Sie sich folgendes: In der Geschichte der Welt ist noch niemals jemand durch Bank- oder Versicherungsberatung reich geworden! Das ist nämlich nicht möglich! Daher sollten Sie es sich zweimal überlegen, ob Sie den netten Worten eines Bankers oder Versicherungsvertreters trauen oder nicht.







Hans im Glück lebt

Kennen Sie das Märchen vom Hans im Glück? Es handelt von einem Jungen, der den Lohn seiner Arbeit immer wieder gegen Dinge eintauscht, die wertloser sind.

Dieses Verhalten trifft leider auf viele Anleger zu. Allerdings ist dieses verhalten wie beim Hans im Glück ein unfreiwilliges. Viele Sparer und Anleger wechseln immer wieder ihre Strategie. Dazu aufgefordert werden sie von Beratern, oder vielmehr Ratern, die jeder immer das Beste dabei haben und natürlich immer besser sind als die Konkurenz.

Dabei ist es nicht schwer, die richtige Strategie für die Altersvorsorge zu wählen.

Hier die gängisten Regeln:
  • Vermögenswirksame Leistungen anlegen mit einem Aktienfondssparplan.
  • Als Altersversorgesparpläne hauptsächlich Aktienfondssparpläne, Fondspolicen oder -renten bzw. Englische Kapitalversicherungen.
  • Bei der Auswahl der Aktienfonds achten Sie auf folgende Dinge:
    • Der Fonds sollte breit gestreut in unterschiedlichen Branchen und Regionen investiert sein. Finger weg von Spezialfonds, sie sind begrenzt und unflexibel!
    • Langfristiger Erfolg - sagt etwas über die Qualität aus. Der Fonds sollte wenigstens 10 jahre gute Ergebnisse vorweisen können.
    • Zeitgemäßes Management - die kurzfristigen Ergebnisse sollten besser als der Markt sein. Gute Zeiten sollten die höchsten Ergebnisse, schlechte Zeiten sollten die geringsten Verluste vorweisen.
    • Langfristig besser als der entsprechende Index sollte der Fonds sein.
    • Depotbank in Luxemburg - Luxemburg schützt Ihr Vermögen auch im Konkursfall (Code Civil).
  • Je nach persönlicher Situation können Sie bei Ihrer Anlagestrategie geeignete Werkzeuge zur Erhöhung der Sicherheit und Gewinnmaximierung einsetzen.
  • Überbewerten Sie Steuervorteile nicht auf Kosten der Rendite. Steuern sparen ohne Geld dabei zu verdienen ist nicht sinnvoll. Grundsätzlich ist das zahlen von mehr Steuer oft ein Zeichen für mehr Gewinn (eine korrekte und intelligente Steuererklärung vorausgesetzt).
  • Entscheidend ist immer, was unter dem Strich für Sie "hängen bleibt".
  • An Versicherungen sollte das Nötigste vorhanden sein. Achten Sie hierbei nicht nur auf den Preis, sondern auf das Kleingedruckte.


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