Nach der Wahlkampfschlacht, bei der es eigentlich nur um Herrn Schröder und Frau Merkel ging, wird uns als Wähler nun eigentlich wieder klar, dass wir nicht den Bundeskanzler wählen sondern „ nur“ den Bundestag. Ein Witz wäre nun, wenn die beiden großen Parteien eine Koalition ohne die Spitzenkandidaten vereinbaren. Wäre sehr spannend wer dann das Rennen machen würde. Nun wenn es, so wie es z. Zt. aussieht, auf eine große Koalition hinausläuft, stellt sich die Frage was passiert mit dem Gesundheitssystem und in dem Zusammenhang natürlich mit unserem Thema der privaten Krankenversicherung. Ich meine, dass die beiden vor der Wahl abgelieferten Modelle für eine Reform untauglich sind.
- Bürgerversicherung:
Wenn alle versichert werden wollen alle auch Leistung haben. Unsere gesetzliche Krankenkasse funktioniert u.a. wegen der zu erwartenden demographischen Entwicklung nicht mehr, das ist nun ein Hauptgrund für den Reformbedarf. Wenn nun alle in diesem System zwangsverpflichtet werden wird sich das Problem der Demographie in die Zukunft verlagern um dann noch größere Probleme zu verursachen. - Kopfpauschale
Wenn man den Fachleuten glauben darf ist die Finanzierung mit den bisher in Frage kommenden Pauschalbeträgen in keinem Falle gesichert, also haben wir sofort ein Problem zu lösen.
Nun stehen sich die beiden Systeme sehr unversöhnlich gegenüber. Was ist für die Politik die einfachste Lösung? Wenn es zu einer großen Koalition kommt wird m. E. keins der beiden Systeme Wirklichkeit. Was bleibt ist eine weitere Kostensenkung und Erhöhung der Selbstbeteiligung in der gesetzlichen Krankenkasse. Vielleicht wird auch der Zugang in die Private Krankenversicherung weiter erschwert.
Ein Grund mehr sobald wie möglich in die private Krankenversicherung zu wechseln.
Grüße und alles Gute
Manfred Walter



