Nach einem Bericht der Berliner Zeitung hat der wissenschaftliche Beirat einen Vorschlag gemacht nach dem alle Versicherten die Krankenversicherung frei wählen können. Dazu soll die Private Krankenversicherung Basistarife anbieten in die alle versicherungspflichtigen Personen frei und ohne Gesundheitsfragen wechseln können.
Es soll offen bleiben ob und wie eine der bekannten Modelle (Bürgerversicherung oder Kopfpauschale) eingeführt wird. Dies solle den Wettbewerb stärken, grundsätzlich wäre dies meiner Ansicht ein großer Fortschritt. Man darf gespannt sein ob und wie dieser Vorschlag umgesetzt wird.
Leider verhindert der Risikostrukturausgleich (RSA) einen echten Wettbewerb unter den gesetzlichen Krankenversicherern. Zu befürchten ist, dass so durch die Hintertür eine Einheitsversicherung ohne Wettbewerb ins Leben gerufen wird, wenn die Politik dann auf die Idee kommt den RSA auch auf die privaten Krankenversicherungen auszudehnen (liegt ja auf der Hand), dann würde auf diesem Wege eine Einheitsversicherung entstehen und unter Umständen die Private Krankenversicherung finanziell ausbluten um das Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung zu decken.
Dazu kommt auch der Amtsschimmel noch zu seinem Recht. Statt das man eine einfaches System der Beitragserhebung übernimmt. Einfach wäre z.B. dass man wie auch heute schon in der privaten Krankenversicherung der Fall ist, dass der Arbeitgeber einen Zuschuss zur Krankenversicherung mit dem Gehalt auszahlt. Nein das wäre für Deutschland zu einfach, es soll eine Behörde als Zentrale Inkassostelle eingeführt werden, diese soll einheitlich die Beiträge von allen Arbeitgebern einziehen um diese dann den Arbeitnehmern als Gutschrift für die Krankenversicherung wieder zurück zu überweisen, irgendwie fällt mir dazu nichts mehr ein, außer vielleicht der positive Effekt auf den Arbeitsmarkt.
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