Zu viele Krankenkassen Vorstände?

Nun geht es gegen die vielen Vorstände der vielen gesetzlichen Krankenkassen. Nachdem unsere Gesundheitsministerin heftigen Gegenwind durch die Union wegen der Einführung der Bürgerversicherung durch die Hintertür erfahren hat, wird genauso heftig zurückgerudert. Es soll nun ein Diskussionsbeitrag gewesen sein. Ich denke eher das war ein Versuchsballon so nach dem Motto: Vielleicht klappt es ja.

Nun sind die vielen Vorstände der insgesamt 262 gesetzlichen Krankenkassen im Visier. 30-50 gesetzliche Krankenkassen täten es auch. Natürlich wird viel Geld für Verwaltungskosten ausgegeben, nur ist die Frage, wer die Verantwortung dafür trägt. Die betroffenen Vorstände sicher nicht.

Meiner Ansicht (hier mag es durchaus Widerspruch geben) hat die Politik durch den sog. Risikostrukturausgleich dieses System welches jetzt angeprangert wird mit verursacht. Hätten die schwachen Krankenkassen sich nicht über diesen Topf sanieren können hätte der Markt sich selbst längst bereinigt. Natürlich wäre es auch zu mehr Arbeitslosigkeit gekommen, wenn die eine oder andere gesetzliche Krankenkassen pleite gemacht hätte. Wenn es diesen Risikostrukturausgleich nicht gegeben hätte ,würde es heute sicherlich wesentlich weniger Krankenkassen und auch weniger Vorstände geben.

Nun soll der ganze Gesundheitsbereich professionalisiert werden um letztendlich Kosten zu sparen. Bin gespannt was dabei rauskommt, wahrscheinlich erhöhen sich die Kosten der Verwaltung durch diese Professionalisierung so, dass die eventuelle Einsparung durch die vielleicht zu erwartende Verringerung der Vorstände wieder aufgefressen werden ;-)

Wie sagt es doch das Medblog so passend: Der Krankenkassen-Krieg ist eröffnet. Fragt sich nur wer den Krieg gewinnt und welche Kollateralschäden damit einhergehen.

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