Der IGeL, damit ist diesmal kein Tier gemeint, sondern die Individuelle-Gesundheitsleistung, diese steht i.d.R. nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen und wird deshalb als medizinisch nicht notwendig abgelehnt. Dennoch kann „der IGeL“ lebenswichtig sein, hier ein Beispiel: die Hautkrebs-Vorsorge.
Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe besteht bei jedem fünften Mann und jeder zehnten Frau zwischen 20 bis 40 hat ein erhöhtes Risiko an dem gefährlichen schwarzen Hautkrebs (Maligne Melanom) zu erkranken.
Dieses Risiko sei in keiner anderen Generation so hoch gewesen. Dies hat natürlich auch mit der abnehmenden Ozonschicht zu tun. Deshalb ist es wichtig gerade in der nun beginnenden Badesaison auf guten Sonnenschutz mit entsprechendem UV Filter zu achten, empfehlenswert sind Produkte mit so genanntem Daylong-Effekt. “Die Frühlingssonne ist schon ziemlich intensiv. Viele Menschen unterschätzen das Hautkrebsrisiko”, sagt Professor Eggert Stockfleth vom Haut Tumor Centrum der Charite in Berlin. “Bereits nach fünf Minuten ungeschütztem Aufenthalt in der Sonne kommt es zu ersten Zellschädigungen der Haut”. Mit zeitlicher Verzögerung könne dies den Hautkrebs begünstigen. “Die Haut vergisst nicht”, verdeutlicht der Mediziner. Zum Schutz vor Hautkrebs sollte sich jeder eincremen, der sich länger im Freien aufhält, auch im Frühling.
Schon beim ersten Verdacht auf Hautkrebs, insbesondere bei nachhaltigen Hautveränderungen, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden. Damit es erst gar nicht soweit kommt, empfehlen Ärzte eine regelmäßige Vorsorge. “Durch einen jährlichen Check beim Hautarzt können gefährliche Veränderungen frühzeitig erkannt und behandelt werden”.
Nun zurück zum Thema, z.Zt. gibt es für Kassenpatienten keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung gegen Hautkrebs. Nur einzelne Kassen bieten inzwischen Regional (auf Bundesländer) begrenzt Vorsorgeberechtigungsscheine für eine solche Vorsorge an.
Hautkrebs-Vorsorge: Privileg für Privatpatienten ?
Ein verbreiteter Irrtum ist, dass die routinemäßige Hautkrebs-Vorsorge in der privaten Krankenversicherung (PKV) längst zur Regelleistung gehört. In den meisten Leistungskatalogen der privaten Krankenversicherung wird im Bereich der Vorsorgeuntersuchungen auf die gesetzlich eingeführten Programme abgestellt. Da es sich bei der Hauskrebsvorsorge eben nicht um eine solche handelt, wird dies auch in der privaten Krankenversicherung i.d.R. nicht übernommen. Hier ist es wichtig die genauen Leistungsaussagen des Tarifes zu kennen. Etwas anderes ist es mit einer Untersuchung der vorhandenen Pigmentflecke, wenn diese Untersuchung med. begründet ist, dann wird diese Untersuchung als medizinisch notwendig von der PKV übernommen.
Im Gegensatz zu den Kassenpatienten, diese müssen i.d.R. auch diese wichtige Vorsorge als so genannten „IGeL“ aus eigener Tasche bezahlen.
Immerhin kostet diese Untersuchung, inklusive einer entsprechenden Fotodokumentation, zum Vergleich mit dem Vorjahr, schnell um die 70 Euro.
Generell entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Kassen und Ärzten über die Aufnahme einer neuen med. Methode in den regulären Leistungskatalog der Kassen (siehe auch meinen Artikel über die Akupunktur). Seit Jahren schiebt der G-BA dieses Thema jedoch vor sich her. Währenddessen erkranken jährlich über 100.000 Patienten neu an Hautkrebs.



Ich (24) habe selbst sehr früh die Erfahrung mit dem Schwarzen Hautkrebs machen müssen. Nur durch Zufall habe ich diesen (zum Glück sehr früh) entdeckt und bin zum Hautarzt. Dieser war so nett und schaute sich diesen “Fleck” genauer an. Leider hatte sich dieser verändert. Umso trauriger finde ich, dass die Personen die nicht mal annähernd Kontakt bzw. selbst die Erfahrung machen mussten, entscheiden was gut für uns Bürger ist. Die die es benötigen, kriegen nicht mal die Chance 30 Jahre alt zu werden, und das nur, weil die hohen Herren meinen sie wüssten was gut für uns ist. Wie soll sich ein HartzIV Empfänger mal soeben 70 Euro leisten können? Da sind die Grundlegenden Sachen wichtiger wie Essen, Trinken etc. Ich selbst darf alle halbe Jahre zur Kontrolle und die bezahlt mir auch keiner… Ich bin tief traurig, dass bei solch einer Erkrankung keiner Unterstützung entgegen bringt. Denn früh erkannt, kann das das Leben eines jeden retten.
Aber warum… Lieber Geld sparen und an die Banken verteilen… Denn die brauchens nötiger!?
Ich sitze oft weinend da und hoffe, dass ich noch meine 30 JAHRE erreiche und genügend Geld für die Checks haben werde…
Hallo LouLou,
ich schreibe ja oft etwas flapsig über die meiner Ansicht nach falschen Entscheidung der Politik, wohl wissend, dass die schwächsten in der Gesellschaft am meisten davon betroffen sind. Ihr Beitrag zeigt mir auch wie wichtig es ist falsche Entscheidungen der Politik mit allen Mittel entgegenzutreten. Eine perfekte Lösung für die Probleme im Gesundheitswesen habe ich auch nicht anzubieten, dazu wurde in den letzen 30 Jahr zu viel falsch gemacht.
Wichtig ist mir, dass es mir immer bewusst bleibt, dass hinter den ganzen Schicksale stehen, ich befürchte, dass nicht wählerwirksame Schicksale in unserer heutigen politischen Situation unter den Tisch fallen.
Grüße
manfred