Der Verband der privaten Krankenversicherungen lehnt einen finanziellen Beitrag für die gesetzlichen Krankenkasse ab.
Eine finanzielle Beteiligung an der Sicherung des Gesundheitssystems lehnen die Privaten Krankenversicherungen ab. Statt dessen sollen sich mehr Personen in Deutschland in der privaten Krankenversicherung versichern können, um mehr Kapitaldeckung im Gesundheitssystem zu erreichen.
Ein Schwächung der privaten Krankenversicherung löse nicht die strukturellen Probleme der gesetzlichen Krankenkassen warnte der PKV-Verbandschef Reinhold Schulte die große Koalition. Wie schon berichtet hatte unsere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) mehrfach erklärt, dass die Privatversicherten “nicht länger außerhalb der Verantwortung” für das Gesundheitssystem stehen dürften ( was das Aussagen soll, entzieht sich allerdings meiner Erkenntnis, es gibt Studien welche belegen, dass der Beitragssatz in der GKV um ca 0,5-1% Punkt von der PKV gesponsert wird). Alle bisher öffentlich diskutierten Möglichkeiten werden von Herrn Schulte abgelehnt, der Wechsel in die PKV dürfe nicht durch ein weiteres Anheben der Versicherungspflichtgrenze erschwert werden. Als “Abkassieren” bezeichnet er die mögliche Beteiligung der Privatversicherer am Risikostrukturausgleich der gesetzlichen Kassen.
Um die Kapitaldeckung voran zu bringen und die gesetzlichen Krankenkassen zu entlasten solle ein Teil der gesetzlich versicherten Leistungen privat abgesichert werden können. Als Beispiele werden Zahnbehandlungen, Zahnersatz, private Unfälle und das Krankengeld genannt. Damit würden zusammen mit etwa 18 Mrd. Euro Steuerzuschuß für die Kinderversicherung und für versicherungsfremde Leistungen die gesetzliche Krankenkassen ca. 46 Mrd. Euro sparen.



Ich benötige Auskünfte zur PKV. Bin bisher nicht versichert. Soll aber nunmehr dazu gezwungen sein, eine KV ab Jan. 2009 abzuschließen.
Mein Status: Beamter im Ruhestand, vorzeitig pensioniert mit 69%
= ca. 2777 monatliches Brutto. Als Problem erscheint mir:
Die PKVs wollen anscheinend erst mein Brutto anheben auf eine
fiktive Bemessungsgrenze von 3675 und dann von dieser aus
15,5 Prozent berechnen. – Nennen tun sie das einen “substitutiven” Tarif oder auch “Basistarif”, der geeignet sein soll, einen GKV-Krankenschutz zu ersetzen Rund ein Drittel meines Bruttos (= 900) wird anscheinend erst mal hinzugeschlagen, dann erst jene 15,5% berechnet. Wissen Sie etwas mehr zu einem solchen m. E. ungerechten Vorgehen?
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Genzmann
Hallo Rolf,
wir haben auf das Blog eine fast 4 jährige Tradition uns bei Vornamen anzuschreiben. Ihr Einverständnis vorausgesetzt werde ich an dieser Tradition Festhallen.
Nu n zu Ihrer Frage, Sie haben ja als Beihilfeberechtigter Pensionär Anspruch auf 70% Beihilfe und 30 % müssen sie privat versichern. Hier wäre zuerst mal zu klären ob es nicht doch Sinn macht in einen „normalen“ PKV Beihilfetarif unterzukommen. Erst wenn hier alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind würde ich mich mit dem Thema Basistarif auseinandersetzten. Für die Beratung zu diesem Thema stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Grüße
manfred