Innerhalb des letzten Jahrhunderts hat sich unsere Lebenserwartung glatt verdoppelt, ein Ende ist nicht abzusehen.
Wir werden noch viel, viel älter und dieser Trend soll über die nächsten Jahrzehnte anhalten. Dann dürften die über 100-jährigen Menschen, welche heute wie Raritäten bestaunten werden, die “Normalos” des kommenden Zeitalters sein. Die bestaunten Raritäten könnten dann die über 150-jährigen sein. Was hat das nun wieder mit der Krankenversicherung zu tun? Nun, die mit dem Älterwerden verbundenen Kosten werden dann so gigantisch sein, dass die Pleite der umlagefinanzierten gesetzlichen Krankenkassen absehbar ist. Ganz zu schweigen von der Rentenversicherung, aber auch die privaten Versicherungsunternehmen werden die Auswirkung zu spüren bekommen.
Deshalb ist es so wichtig, dass in den Sozialsystemen, wie z.B. in der privaten Krankenversicherung oder der Riester / Rüruprente, mehr Kapitaldeckung eingeführt wird. In diesem Zusammenhang fällt mir zu einem Artikel in unserer heutigen Zeitung nichts mehr ein. Da hört man eine Aussage, von einem SPD Politiker, dass das „antiquierte“ System der Trennung zwischen gesetzlicher Krankenkasse und privater Krankenversicherung abgeschafft werden solle (damit meint er natürlich die PKV). Nun führt man mit Mühe endlich in der gesetzlichen Rentenversicherung das Kapitaldeckungsverfahren mit der Riester / Rüruprente ein und klopft sich an die stolzgeschwellte Brust und im Gesundheitswesen soll das falsch sein? Das würde ich gerne erklärt bekommen



Ich habe in einer Zeitschrift über die Überalterung unserer Gesellschaft gelesen. Für die älteren Menschen unter uns hat dies dann auch was gutes. Die Firmen kommen bald nicht mehr umhin, ältere Menschen Arbeit zu geben, weil es nicht mehr genügend andere Arbeitskräfte gibt.
gruß
Hallo MDS,
da kann ich Ihnen nur beipflichten. Meine Meinung ist, dass wir in ein paar Jahren das Thema Arbeitslosigkeit abhaken können. Das wird sich dann die Politik an die Fahnen heften, meiner Ansicht nach zu Unrecht. Nun, der Anfang ist mit der Rente ab 67 ja schon gemacht, ich glaube nicht, dass das schon das Ende der Fahnenstange ist.
Wenn man bedenkt, dass die Lebenserwartung, als Bismarck die Sozialversicherung ca. 1890 mit einer Rente ab dem 65. Lebensjahr eingeführt hat, bei 40 Jahren gelegen war, dann müssten wir, bei einer Lebenserwartung heute von ca. 80 Jahren vergleichsweise ein Renteneintrittsalter von 130 Jahren haben. Dann hätte die gesetzliche Rentenversicherung eigentlich keine Probleme mehr.
Was ich nur sehr schade finde ist, dass nicht nur die älteren Menschen nur noch wenig berufliche Möglichkeiten haben, sondern auch viele Jugendliche keinen Ausbildungsplatz bekommen.
Da bin ich gerade mitten drin. Mein Sohn hat jetzt die Mittlere Reife abgeschlossen und hat, Gott sei danke (das meine ich ehrlich), eine Ausbildungsstelle als Elektroniker bekommen.
Wenn man sich aber umschaut wie viele Jugendliche ohne Ausbildungsplatz dastehen, da hab ich den Eindruck eine Generation von Jugendlichen wird verheizt.