Die Eckpunkte zur Gesundheitsreform sind verabschiedet, jetzt ist alles klar, oder nicht?
Nach langem und zähen Ringen wurden die Eckpunkte zur Gesundheitsreform verabschiedet. Als Ergebnis bleibt festzuhalten, dass einzig konkrete ist der Gesundheitsfonds und dass ab 2007 die Beiträge in der gesetzlichen Krankenkasse um 0,5% steigen werden. Ob dies das Ende der Fahnenstange ist, möchte ich bezweifeln, schließlich wird in dem Gesundheitsfonds wieder viel Personal gebraucht. Auch diese neue Segnung der Politik will bezahlt sein.
Einsparungen sollen das System retten, durch Strukturveränderungen soll mehr Transparenz und Effizienz im Gesundheitssystem erreicht werden. Dazu wurde von einer Arbeitsgruppe ein 56-seitiges Eckpunktepapier erstellt. Immerhin sollen die darin aufgeführten Einspareffekte zwischen zwei und 3,5 Milliarden Euro liegen. Die von der Union geforderte Privatisierung von Privaten Unfällen und Folgeschäden von z.B. Piercing bleiben Kassenleistung. Dafür musste die SPD auf die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze verzichten.
Ein vernünftiger Aspekt kam jedenfalls heraus, die private Krankenversicherung bleibt bestehen. Die privaten Kassenversicherungen müssen einen Basistarif auf Grundlage der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung anbieten, in den ehemalige PKV-Versicherte zurückkehren können. Diesen Grundtarif, für den keine Gesundheitsprüfung nötig sein soll, muss dann auch allen freiwillig gesetzlich Versicherten zugänglich gemacht werden. Ein Privatversicherter soll künftig bei einem Wechsel der Versicherung angesammelte Altersrückstellungen mitnehmen können.




Die Punkte bezüglich der PKV scheinen tatsächlich das einzig sinnvolle an dieser Reform zu sein. Den Rest kann man ja wohl bestenfalls als laues Lüftchen bezeichnen…
Eckpunkte der Gesundheitsreform…
Nach langem Ringen wurden die Eckpunkte zur Gesundheitsreform verabschiedet. Konkrete Ergebnisse sind Mangelware, der Gesundheitsfonds soll kommen und ab 2007 werden die Beitrge in der gesetzlichen Krankenkasse um 0,5% steigen. Einsparungen sollen das …
Hallo Herr Schneider,
ich hoffe Sie behalten Recht, dass die Reform sich nur als laues Lüftchen erweist. Nur befürchte ich, dass die Reform die Verwaltungskosten in der GKV wesentlich erhöhen und wer muss das bezahlen? Die Versicherten. Ich meine die gesamten Kosten der Umstellung auf den
Gesundheitsfonds werden uns noch das Wasser in die Augen treiben.
Ich hätte mir in der Reform gewünscht, dass die Politik:
1. Ihre bisherigen Zusagen (z.B. Tabaksteuer) einhält
2. wie in anderen Ländern die Mehrwertsteuer auf Medikamente verringert. Kann mir wer erklären warum ich auf Medikamente der volle Mehrwertsteuersatz erhoben wird und auf Hundefutter nur der Halbe Mehrwertsteuersatz fällig wird. Oder sollen wir sagen, mehr Hunde braucht das Land.
3. Dass endlich die Lobby der Leistungserbringer weniger Einfluss nehmen kann. Habe auch wenig Verständnis warum das gleiche Medikament in Deutschland erheblich teurer ist als im restlichen Europa. Warum kostet in Deutschland eine Packung Aspirin über 4 € während ich die gleich Packung Aspirin in der Türkei für 0,70 € bekomme. Das muss nicht sein.
4. Dass der Leistungskatalog in der GKV entschlackt wird gerade heute war ein Bericht in unserer Zeitung über einen Dialysepatienten. Dieser fährt mit der U – Bahn 3-mal die Woche in das Dialysezentrum. Mit seinem Schwerbeschädigtenausweis kostet die Fahrkarte 60 € jährlich. Dies kosten werden aber von der Krankenkasse nicht übernommen. Würde dieser Patient aber mit dem Taxi fahren, dann übernimmt die GKV die insgesamt 4000 € jährliche Kosten. Da fällt mir nichts mehr ein.
Es ist doch immer das selbe mit den Reformen, egal wie auch immer diese genannt werden. Nun geht es mal wieder um die Gesundheitsreform.
Jedes mal wenn man Reform hört, müssen die Steuerzahler tiefer in die Tasche greifen.
Dazu kommt auch noch die Erhöhung der MwSt im 2007.
Haben wir dies von einer neuen Koalition gewünscht?
Hallo Herr Aiwanger,
da stimmt, leider geht die Politik immer den Weg des geringsten Widerstandes. Das sieht man ganz deutlich an der Steuerpolitik, uns kleine Leute wird das Geld aus der Tasche gezogen und den Firmen wie Allianz wird eine Steuerentlastung im Milliardenbereich versprochen, dafür werden dann 7000 Mitarbeiter gefeuert.
Sie haben mich da auf eine Idee gebracht, werde mal die ganze Reformen im Gesundheitswesen zusammenschreiben und kommentieren wird bestimmt lustig, oder auch nichtJ
Hallo Herr Erich Aiwanger,
zumindest bis hinauf zur Landesebene haben sie eine, Ihnen vielleicht persönlich bekannte, Alternative zu den abgewirtschafteten Parteien:
Interview mit Hubert Aiwanger auf dem Annafest in Forchheim.
[...] Der Peak Anfang Juli rührt von der Veröffentlichung der Eckpunkte der Gesundheitsreform her, welches hier als PDF zu bewundern ist. Seit diesem Zeitpunkt sind auch die Suchanfragen für die “Private Krankenversicherung” wieder leicht angestiegen, aber ob der Trend anhält und was die dahinterliegenden Motive sein mögen, das steht in den Stern und wird Thema einer späteren Abhandlung zu diesem Thema sein. [...]