Der Gesundheitsfonds erhitzt die Gemüter, nach Einschätzung der gesetzlichen Krankenkassen werden sich die Verwaltungskosten für den Einzug des Sozialversicherungsbeitrages durch den Gesundheitsfonds von bisher 1,3 Milliarden Euro auf 2,5 Milliarden Euro pro Jahr verdoppeln. Dazu kommen noch weitere Kosten von einmalig 800 Millionen Euro für die Einrichtung des Fonds dazu. Außerdem werde das Ziel, Wirtschaftlichkeitsreserven zu nutzen, verfehlt.
Wenigsten wird der Arbeitsmarkt entlastet, denn bisher sind bei den Kassen ca. 25000 Mitarbeiter mit dem Beitragseinzug beschäftigt.
Da mit dem Gesundheitsfonds auch Beiträge direkt von den versicherten erhoben werden, kämen schätzungsweise noch ca. 18000 Beschäftigte für den Einzug des Zusatzbeitrags hinzu. So kann man auch die Arbeitslosigkeit bekämpfen, na ja daran will sich die Regierung ja messen lassen
Tapfer hält Gesundheitsministerin Ulla Schmidt dagegen, dass die Kassenmitarbeiter, welche derzeit mit dem Beitragseinzug beschäftigt seien, dies in Zukunft bei dem Fonds erledigten. Toll damit werden wieder Arbeitsplätze geschaffen. Nach meiner Meinung wird der Fonds Zentral organisiert, das bedeutet für alle 25000 Arbeitnehmer einen Umzug zur zukünftigen Zentrale. Ich glaube der Umzugservice hat in den nächsten Jahren goldenen Boden.
Nun werden Forderungen aus den Reihen der SPD nach grundlegenden Korrekturen an dem Konzept laut, dazu sagte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil: „Die Eckpunkte stehen.“
Auch die CDU fängt zum mäkeln an, der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) sieht bei der Gesundheitsreform auch noch „erheblichen Diskussionsbedarf“. Er plädiert bei dem Projekt für „Genauigkeit vor Schnelligkeit“, dies sagte er dem Fernsehsender n-tv. Ein entscheidendes Ziel müsse sein, höhere Lohnzusatzkosten zu vermeiden. „Hier ist der Diskussions- und Handlungsbedarf vorrangig zu befriedigen. Das ist wichtiger als der Zeitplan.“
Da beide großen Parteien bei Neuwahlen mit Verlusten rechnen, wird die Gesundheitsreform wahrscheinlich nicht platzen, ich befürchte, dass die Regierung nach dem Motto “Augen zu und durch” verfährt, ein Scheitern würde die ja die große Koalition sprengen. Schade eigentlich, dass die große Koalition diese Chance verpasst hat das Gesundheitssystem auf wirklich gesunde Beine zu stellen.
Related Articles:



Letzte Kommentare