Gesundheitswesen braucht mehr Wettbewerb

August 19th, 2006 by Manfred | Filed under Gesundheit, Krankenversicherung.

… auch hier gilt die alte Regel: Wettbewerb ist gut für das Geschäft.

Die Krankenkassen im Lande bekräftigen ihre Kritik:

Wo Wettbewerb drauf steht, sollte auch Wettbewerb drin sein. Dies wäre aber in dem Eckpunktepapier der Gesundheitsreform nicht gegeben. Das Eckpunktepapier lässt an den entscheidenden Stellen den Wettbewerb vermissen. Obwohl das Wort “Wettbewerb” in den Texten des Eckpunktepapiers oft gebraucht würde.

Ein mögliches Element für einen Wettbewerb sei, dass die Krankenkassen künftig im Vertrags- wie im Leistungsbereich Spielräume für eigene Lösungen hätten. Dies sei aber in der Gesundheitsreform nicht vorgesehen, damit werden die Mitwirkungsmöglichkeiten der Krankenkassen in der Gesundheitspolitik deutlich eingeschränkt. Dass die Vertragskompetenzen auf den geplanten Einheitsverband übertragen werde führe zu einer weitergehende Ausschaltung des Wettbewerbs.

Außerdem sei das Reformvorhaben aus technischen Gründen in dem zeitlich vorgegebenen Rahmen überhaupt nicht umsetzbar. Als Beispiel muss mal wieder der allseits ungeliebte Gesundheitsfonds herhalten, dieser sei in dem vorgelegten Zeitplan nicht umzusetzen.

Dennoch wolle der Gesetzgeber diesen Fonds zusammen mit dem Zusatzbeitrag, der sog. “kleinen Prämie”, ab dem Jahr 2008 einführen. Gleichzeitig sei beabsichtigt, die Beitragssätze ab diesem Zeitpunkt einheitlich festzuschreiben. Damit wäre der medizinisch-technische Fortschritt nur über den Zusatzbeitrag aus der eigenen Tasche der Versicherten zu zahlen. Damit könnte die heute “kleine” Prämie schnell zu einer “großen” Prämie werden.

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