Klasse, das deutsche Finanzamt hat die Marktwirtschaft entdeckt. Aber nicht dass Sie meinen damit würde sich die Effizienz verbessern, nein nein, so nicht, die Einnahmen sollen verbessert werden.
3 mal dürfen Sie raten wer zur Kasse gebeten wird, ja richtig, wir die Steuerzahler natürlich, wer denn sonst. Was hat sich geändert, im Entwurf des Jahressteuergesetzes steht es geschrieben: Wer ab nächstem Jahr von seinem Finanzamt eine verbindliche Auskunft haben will, darf dafür mindestens 100 Euro berappen. Doch die große Frage ist, warum müssen Selbstständige, Handwerksbetriebe, ja sogar Steuerberater die Finanzämter um eine verbindliche Auskunft ersuchen? Sicherlich nicht, weil das deutsche Steuerrecht so einfach und leicht durchschaubar ist, oder? Wenn nun unsere Politiker der Meinung sind, die Finanzämter erbrächten eine Art Dienstleistung, wenn verbindliche Auskünfte erteilt werden, finde ich das schon heftig. Tröstlich ist, dass einfache Auskünfte weiterhin gratis gegeben werden, nur was sind solche unverbindlichen Auskünfte wert?
Weshalb benötigt denn der Steuerzahler eine verbindliche Auskunft, doch nur weil die Bundesregierung offenbar nicht in der Lage ist, ein einfaches und für alle Steuerpflichtigen handhabbares Steuerrecht zu verabschieden. Na ja, vielleicht dürfen wir ja bald auch für unsere Steuererklärungen eine Gebühr bezahlen. Für mich passt die geplante Gebührenpflicht für verbindliche Auskünfte der Finanzämter in die aktuelle Politik der Regierung.



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