Der gläserne Steuerbürger

Ab 01.07.2007 ist Schluss mit lustig, ab diesem Zeitpunkt soll jeder Steuerbürger eine einheitliche Identifikationsnummer erhalten. Diese löst die bisherige Steuernummer ab. Die neue Nummer muss bei allen „Geldgeschäften“ angegeben werden, so z.B. bei allen Freistellungsaufträgen, Zinsabrechnungen Rentenmitteilungen Bankmeldungen usw. Diese Daten werden grenzübergreifend in einer Zentralen Meldedatei gespeichert. Damit hat das Finanzamt den totalen Überblick. Mit diesen Daten lassen sich nicht nur die Geldgeschäfte überwachen ich meine damit können auch andere Überwachungsdaten erhoben werden z.B kann man an Hand von Rechnungen z.B. ein Bewegungsprofil einzelner Personen erstellen oder auch ganz persönliche Vorlieben im Kaufverhalten feststellen usw.

Mir kommt das so ziemlich vor wie in dem Film von Georg Orwell 1984 „Big Brother Is Watching You“, nur etwas subtiler. Diese Auffassung habe ich ja schon in meinem Artikel „neues von der Steuerfront“ vertreten.

Wie sehr müssen die Regierenden dem Steuerbürger misstrauen um zu solchen Mitteln zu greifen. Oder hat das vielleicht was mit einer verfehlten Steuerpolitik zu tun, welche auf diesem Wegen durchgesetzt werden soll. In sofern passt diese Identifikationsnummer genau in die aktuelle politische Landschaft in Deutschland. Auch wenn ich von mir behaupten kann, dass ich, soweit ich das beurteilen kann, steuerehrlich bin, finde ich die Vorstellung, dass der Staat meine Geldgeschäfte nur noch mit dieser Nummer erlaubt nicht gerade angenehm.

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