Die Nadel macht´s wieder gut

Januar 8th, 2007 by Manfred | Filed under Gesundheit, Krankenversicherung.

Seit Anfang diesen Jahres können sich bei chronischen Rücken- sowie Kniegelenksschmerzen auch gesetzlich krankenversicherte Patienten auf Rezept mit Akupunktur behandeln lassen. Die Akupunktur wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen, seit Jahresbeginn als Behandlungsmethode bei chronischen Kniegelenks- und Rückenschmerzen zur Kassenleistung gemacht. Der Bundesausschuss ist für die verbindliche Festlegung des Leistungskataloges der gesetzlichen Kassen zuständig.

Die Techniker Krankenkasse (TK) teilt in Ihrer aktuellen Mitgliederzeitschrift mit, dass in einer sechs Jahre währenden Langzeitstudie die Wirksamkeit von Akupunktur-Behandlungen untersucht worden war. Dies ergab, „dass Akupunktur sicher und langfristig wirkt, frei von unerwünschten Nebenwirkungen ist und auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten mit schulmedizinischen Behandlungsmethoden mithalten kann.”

Das kann ich nun durch meine eigene Erfahrung bestätigen. Aus gesundheitlichen Gründen kann ich nicht in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln. In der PKV zählt Akupunktur i.d.R. zur Standardleistung zählt, es gibt auch Ausnahmen, aber die würde ich nicht empfehlen. Deshalb bin ich in der TK versichert. Nun hat mich Ende 2006 ein Hexenschuss ereilt, wer das kennt weiß wie schmerzhaft so etwas sein kann. Ich ging nun zu meinem Hausarzt und dort wurde mir als Alternative, noch im Rahmen der Studie, die Akupunktur angeboten. Nach 3 Sitzungen war es wieder gut. Ich denke andere Behandlungsmethoden hätten auch nicht schneller gewirkt. Also ich für meinen Teil bin begeistert.

Leider spricht die TK nur von Teilerfolg denn die Studie hat nach Angaben der TK ergeben, „dass Akupunktur auch bei den großen Volksleiden wie Migräne, Allergien und sogar Asthma zuverlässig und dauerhaft wirkt.”

Schade, dass diese Beschwerden nicht in den Leistungskatalog aufgenommen wurden, denn 75 Prozent der Patienten hätten „noch ein halbes Jahr nach der Behandlung messbar weniger Beschwerden” gehabt. Bei Kopfschmerz-Patienten habe sich sogar „die Anzahl der monatlichen Kopfschmerz-Tage nach diesem Zeitraum halbiert.” Dieser Erfolg ist schon beachtenswert.

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