Die Bundesregierung möchte (oder auch nicht) die Gesundheitsreform, nur keiner versteht diese.
Nach Ansicht der Koalition würde die aktuelle Gesundheitsreform ausschließlich den Interessen der über 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland dienen.
Deshalb wurde die geplante Reform auch zum Referenzprojekt der großen Koalition aus Union und SPD erhoben. Allerdings ist die geplante Gesundheitsreform, für rund 80 Prozent der Deutschen nicht nachvollziehbar. Wenn ich mir so die Kommentare mancher politisch Verantwortlichen in der Koalition anhöre, habe ich auch oft den Eindruck, dass vermutlich viele Parlamentarier auch keine Ahnung haben was da so beschlossen werden soll.
Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage, welche im Auftrag des Deutschen Beamtenbundes (dbb) durchgeführten wurde, ist nur jeder fünfte Bundesbürger der Meinung, dass er begreift, was die Regierung in der Gesundheitspolitik vor hat. Insgesamt 79 Prozent gaben gleich zu, dass Sie nicht verstehen würden was da beschlossen werden soll. Würde mich persönlich interessieren, ob die ca 20 Prozent welche angegeben haben, die Gesundheitsreform zu verstehen, wirklich durchblicken
Anfang Januar befragte das Forsa-Institut rund 1.000 Menschen, zusätzlich noch 500 Beamte, 86 Prozent sehen in der Gesundheitsreform nur noch ein “Hick-Hack”, aber kein erkennbares Konzept mehr. Insgesamt wächst die Unzufriedenheit mit Gesundheitssystem.
Auch die größte Oppositionspartei FDP übt Kritik: Dazu meinte der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Daniel Bahr: “Ein Grund für das Unverständnis der Deutschen über die Gesundheitsreform könnte sein, dass es offensichtlich nicht mehr um Sachfragen, sondern nur noch um Machtfragen innerhalb der großen Koalition geht”, weiter sagte Bahr: “Jetzt geht das Geschachere los. Die Bundesländer wollen sich eine Zustimmung zu einer schlechten Gesundheitsreform erkaufen. Diese Reform darf aber nicht umgesetzt werden. Dies bedeutet für alle Versicherten in Deutschland Beiträge auf Rekordniveau und eine schlechtere Versorgung”.
Dem ist nichts hinzuzufügen!
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Der Beitragsschock ist ja schon Anfang Januar erfolgt. 120 Kassen, also rund die Hälfte aller gesetzlichen Kassen hat die Beiträge erhögt oder eine Erhöhung angekündigt. Glücklicherweise hat der Versicherte bei der Erhöhung ein Sonderkündigungsrecht und kann sich eine günstigere Krankenversicherung aussuchen. Vielleicht bleiben dann sogar noch ein paar Euro für eine Zusatzversicherung über.
Das der Staat die gesetzliche Krankenkasse bevorzugt, mit Milliardenbeträgen(!), ist erschreckend. Es wird mit der Gesundheitsreform versucht ein Modell zu etablieren, dass keinen Überlebenswert besitzt!
Der Staat sollte sich aus wirtschaftlichen Fragen raushalten!
Das er keine Kompetenz besitzt hat er gezeigt, als er Staatsunternehmen privatisierte, privatisieren musste!
Die PKV wird einem langsamen Sterben ausgesetzt, obwohl dieses System effizienter funktioniert als das, was sich Politiker, die “Diener des Volkes”, ausdenken.
Ich hoffe nur, das die Bundesländer Frau Schmidt eine Abfuhr erteilen und die FDP mit ihrer beabsichtigten Verfassungsklage ernst macht.
Interessant finde ich in diesem Zusammenhang die laufende politische Demontierung des Herrn Stäuber als Gegner dieser Reform. Mag er sein wie er ist, aber politisch interessant und spannend sind die Vorgänge um ihn schon.
Hallo Herr Fischer, eines ist klar, dass beide Systeme die gesetzliche Krankenkasse und die private Krankenversicherung zusammengehören. Beide profitieren von einander. Dass die Gesundheitskosten von den Arbeitskosten getrennt werden sollen, finde ich grundsätzlich auch gut.
Da möchte ich den von mir sehr geschätzten Herrn Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen zitieren: „Es ist wissenschaftlich eindeutig bewiesen, dass eine Gehaltserhöhung nicht krank macht.“
Die Frage ist nur wie verändert man das System der Krankenversicherung richtig. Meiner Meinung nach sollte die gesetzliche Rentenversicherung hier das Vorbild sein. Die Leistungen aus dem umlagefinanzierten System sollten gekürzt und dafür ein kapitalgedecktes System aufgebaut werden.
Ich kann nicht verstehen warum der richtige Weg in der gesetzlichen Rentenversicherung in der Krankenversicherung falsch sein soll. Wie gesagt es bleibt spannend auch um Herrn Stoiber
Grüße Manfred