Mitgliederzuwachs bei den privaten Krankenversicherungen weiter rückläufig

Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) teilte am Donnerstag dem 15. März 2007 mit, dass die Zahl der Netto-Neuzugänge falle und damit um fast 10 % Prozent geringer ausgefallen wäre als im Jahre 2005, als noch 113600 Personen mehr zu verzeichnen waren. Grundlage dieser Daten ist die Zahl der neuen Mitglieder abzüglich der Zahl der verlorenen Kunden durch Abwanderungen oder Todesfälle.

Damit wirkt sich die Anhebung der Versicherungspflichtgrenze im Jahr 2003 im vierten Geschäftsjahr negativ auf die Neuzugänge in der Privaten Krankenversicherung aus. Ein weiterer Grund für die geringere Zahl neuer Kunden dürfte die allgemeine Verunsicherung unter den Bürger über die Zukunft der Privaten Krankenkassen sein, ausgelöst vor allem durch die vielen Diskussionen rund um die Gesundheitsreform. Ende 2006 waren in der PKV 8,48 Millionen Menschen vollversichert, ein Plus von 1,2 %.

Während die Zahl der Neuversicherten in der Kranken-Vollversicherung sinkt, steigt die Zahl der Personen, die eine Zusatzversicherung abschließen. Insgesamt wurden in 2006 gut 1,3 Millionen Zusatzpolicen abgeschlossen, ein Zuwachs von 7,7% gegenüber dem Vorjahr. Damit stieg die Zahl der Zusatzversicherungen zum Jahresende auf 18,4 Millionen an. Das macht rund 12% der gesamten Beitragseinnahmen der Privaten Krankenversicherungen aus.

Die Aufwendungen für die Kranken- und Pflegeversicherung erhöhten sich um 3% auf 17,82 Milliarden Euro. Die Alterungsrückstellungen in der privaten Krankenversicherung betrugen Ende 2006 rund 96 Milliarden Euro und in der privaten Pflegeversicherung rund 16,5 Milliarden Euro. Das ist immerhin eine Steigerung von fast 9%.

Quelle: Reuters

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