Krankenkassen mit 700 Millionen Euro im Minus

Diese Nachricht passt zu meinem letzten Bericht wie die Faust aufs Auge, was meinen Sie dazu? Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) sollen die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) im ersten Quartal 2007 ein Defizit von 700 Mio. € erwirtschaftet haben. Da kann ich nur sagen, Schluss mit der Zauberei aus 2006 mit den 13 Beiträgen, darüber habe ich ja auch schon berichtet.

Wacker rechnet unsere Bundesgesundheitsministerin die allseits bekannte und beliebte Frau Ulla Schmidt (SPD) für das Gesamtjahr mit schwarzen Zahlen. Nur jahreszeitlich bedingt sei das aktuelle Minus. Zudem sah Sie es sogar als Erfolg an, weil das Minus geringer als im Vorjahr 1,22 Mrd. € ausgefallen sei.

Um immerhin 2,8 Prozent stiegen die Ausgaben pro Mitglied. Besonders stark war der Anstieg mit sieben Prozent bei den Ausgaben für Zahnersatz. Auch dazu möchte ich auf meinen letzten Artikel verweisen. Nach dem Prinzip Hoffnung wertet das Gesundheitsministerium diese Zahlen als Fortsetzung des Konsolidierungskurses in der GKV. Frau Schmidt begründete Ihre positive Erwartung für 2007 mit den konjunkturbedingt steigenden Beitragseinnahmen und den nicht verbuchten Steuerzuschüssen, diese belaufen sich immerhin auf 2,5 Mrd. €.

Offensichtlich wollen oder können die verantwortlichen Politiker nicht verstehen, dass das umlagefinanzierte Sozialsystem durch den schnell voranschreitenden gesellschaftlichen Wandel der Demographie zum Scheitern verurteilt ist. Um das nochmals mit den Worten von Prof. Bauch zu formulieren “Wir haben alles an Wohlstand verzehrt, was da war. Man war zu faul, für den gewünschten Wohlstand lange genug zu arbeiten“.

Und wie gesagt, einen Königsweg wird es nicht geben, also wenn möglich, besser in die private Krankenversicherung flüchten, hier sind Sie wesentlich besser aufgehoben.

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