… ist auch ein Lieblingsthema von Gesundheitsministerin Frau Ulla Schmidt.
Immerhin sollen für dieses System Milliarden Euro lockergemacht werden. Nach Schätzungen der Bundesregierung kostet diese Karte ja nur 17,50 € pro Versicherten bei ca 70 Mio, in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) Versicherter, immerhin stolze 1,2 Milliarden Euro.
Allerdings gibt es bei diesem Projekt auch ein paar kleine Schönheitsfehler, wie schon bei anderen Projekten aus dem Gesundheitsministerium (BMG).
Ein ähnliches System soll in anderen Ländern eingeführt werden, allerdings schätzt man die Kosten z.B. in Großbritannien auf 680 Euro und in den USA auf 700 Dollar pro Versicherten. Wenn diese Schätzung auch nur annähernd zutreffen, würde die Einführung ca. 50 Milliarden € kosten. Wir dürfen gespannt sein was dieses Prestigeprojekt aus dem BMG nun tatsächlich kosten wird.
Das nächste Dilemma ist die Praxistauglichkeit, der laufende Feldversuch ist recht ernüchternd. Die betroffenen Ärzte attestierten der Gesundheitskarte keinerlei Zusatzfunktionen gegenüber den heutigen Versichertenkarten. Damit scheint der Feldversuch den Sinn der Gesundheitskarte in Frage zu stellen. Außerdem scheint das verwendetet Material sowie die Technik einige Tücken aufzuweisen. Wie der NAV Virchow Bund festgestellt hat, würden mittlerweile Rezepte wieder von Hand ausgefüllt werden.
Auch melden immer mehr Datenschutzexperten Bedenken an, diese werden mit Hinweis auf die persönliche Pin vom Tisch gefegt. In Fachkreisen gibt bzgl. der Sicherheit dieses PIN Verfahrens einige Bedenken, dieses sei so, als wenn die Deutsche Bundesbank ihre Goldreserven mit einem Vorhängeschloss sichern wollte. Willkommen in der schönen neuen digitalen Welt.
So wie ich unsere Frau Schmidt kenne wird dieses Projekt, genau wie die Gesundheitsreform (von der Pflegereform will ich gar nicht erst anfangen zu schreiben) nach dem Motto “Augen zu und durch” gegen alle Bedenken verwirklicht.



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