Gesetzliche Pflege- und Sozialversicherungen: eine Politische Achterbahn

Nach Kalkulationen (dessen Auftraggeber die FAZ war), zahlen wir heute knapp weniger als ein Fünftel von dem in die gesetzliche Pflegeversicherung ein, was wir 2045 zahlen werden. Aber auch die Sozialversicherung wird zu einem gierigen Geldfresser. In einer Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung werden unter anderem auch Aussagen von Experten zitiert, welche die momentane Entwicklung besorgt beobachten und aufs schärfste kritisieren. Aufgrund politischer Querelen wurden seitens der Regierung keine Ersparnisse angelegt, die diesem (bedenklichen) Fortschritt Einhalt gebieten könnten.

Diese Situation ist mit einem Volksfest vergleichbar: Die Beiträge steigen genauso rapide, wie eine Achterbahn, während die finanzielle Situation der Bevölkerung im Gegenzug genauso steil hinunter rast. Aber auch ein ähnlicher, aber banalerer Vergleich würde nicht gar so schwer hinkend dazu passen, die Preise. Weder ein regelmäßiger ausgiebiger Spaß im Volksfest, noch die gesetzliche Pflege (mit den aktuellen Leistungen) sind auf Dauer bezahlbar…

Im Vergleich zu heute würden wir den Berechnungen nach im Jahr 2045 knapp 7% des Lohnes (Brutto) – und damit insgesamt vierhundert Prozent mehr bezahlen. Aber auch betagtere Menschen werden es nicht leicht haben, da bisherige Erfahrungen gezeigt haben, dass sich die Qualität der Pflege keineswegs bessern wird. Sogar von Übertreibungen, sowie düsteren Dunkelziffern ist die Rede (wobei direkt das Wort „geschönt“ gefallen ist). Aber der Aussagen der Regierung nach sind die Beiträge mit 2,6 % solide. Irgendwann ist nach Aussagen von Experten das Gejammer der Politiker groß, weil das Geld knapp wird. Dann wird bestimmt wieder nach den Rückstellungen in der privaten Pflegeversicherung verlangt um die marode gesetzliche Pflege zu unterstützen.

Ein weiteres Problem ist das Ausbleiben des Nachwuchses, da die Menschen immer älter werden. Dadurch wird die Anzahl der Beitragszahler deutlich schrumpfen, während immer mehr pflegebedürftige Menschen nachkommen und das kann ein Volk, finanziell gesehen, auf Dauer schwer bezahlen.

In der gesetzlichen Rente wird das zu einer Beitragserhöhung von bis 27% führen, während vom Einkommen (Brutto) 30 % für Sozialabgaben, Arbeitslosenversicherung und der gesetzlichen Unfallversicherung fällig werden. Dazu kommen noch Steuern von knapp 31%, was zu einem untragbaren Ergebnis führt.

Noch gibt es Auswege aus der Krise, allerdings muss dazu das System der gesetzlichen Pflegeversicherung komplett geändert und auf eine (nicht vom Staat kontrollierte) Kapitaldeckung umgestellt werden.

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