Die Allianz führte eine Umfrage bei viertausend Probanden mit dem Thema „Leben im Alter“ durch. Die größte Sorge vieler Befragten sind altersbedingte Handicaps. Ein Dreiviertel der Deutschen fürchten gemäß der Studie, zu einem Pflegefall und ohne Unterstützung nicht mehr lebensfähig zu werden. 69 Prozent sind besorgt, ab einem gewissen Alter nur noch im Bett liegen zu müssen, während sich 60% vor Geistesschwäche ängstigen. Bei einem Fünftel ist eine eventuelle gesellschaftliche Isolierung am meisten unangenehm. Allerdings ist Geld ein eher nebensächliches Thema. Ein Drittel macht sich Gedanken darüber, welchen Lebensstandard sie im Alter erwartet. Vor allem junge Menschen zwischen vierzehn und dreißig Jahren denken darüber nach, ob sie als Rentner noch genügend haben, um vernünftig leben zu können.
Die Bevölkerung der alten Bundesländer macht sich vor allem über die Gesundheit und den Geisteszustand Gedanken, während in den neuen Bundesländern soziale Dinge und die finanzielle Versorgung im Vordergrund stehen. Das weibliche Geschlecht sieht nach der Umfrage die Alterung eher negativ. Die Höhe des monatlichen Entgeltes beeinflussen die Sorgen ebenfalls. Wenn es einmal soweit ist, dass jemand im Osten zum Pflegefall wird, so verlässt dieser sich im Gegensatz zu „Wessis“ auf die groß ausgeprägte Courage unter den Familienmitgliedern und Nachbarn. Allerdings betrachten die älteren Menschen die Wahrscheinlichkeit, von der eigenen Familie betreut zu werden, um einiges nüchterner.
Was die persönliche Altersvorsorge anbelangt, so sind 45% der Deutschen der Meinung, in späteren Jahren einen gewissen Vorrat angelegt zu haben. Dieser wird im Westen höher und ausreichender beurteilt, als im Osten. Ein vergleichbares Ergebnis hatte man bei Männern und Frauen entdecken können. Die Anzahl der weiblichen Personen die Geld angespart hatten ist größer, allerdings glauben die meisten, die fürs Alter vorgesehenen Ersparnisse seien unzureichend.
Knapp 2 Millionen Deutsche sind Pflegefälle. Sie benötigen regelmäßig Unterstützung im alltäglichen Leben. Die Kosten für einen Platz im Pflegeheim betragen durchschnittlich ca. 2900€. Bei Pflegestufe 3 bezahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 1432€. Nur das Geld für die Pflegedienste wird gedeckt. Kost und Logis müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Michael Albert, Mitglied des Vorstandes bei der Privaten Krankenversicherungen der Allianz hat folgende Erklärung dafür: „Die gesetzliche Pflegeversicherung war nie als Vollkasko-Absicherung konzipiert“ Weiterhin erläuterte er die Geldknappheit: „Die Leistungen reichen nicht aus, um die tatsächlichen Kosten für Pflege zu decken. Das wissen viele Leute nicht“. Die Differenz zu den von der Pflege gestellten Kostendeckung und dem, was die Pflegeleistungen wirkliche kosten, beläuft sich jetzt schon auf 1500€ monatlich. Daher sollte eine private Pflegeversicherung in Erwägung gezogen werden.



Letzte Kommentare