Zum Thema Altersvorsorge

Das können Sie sich sparen! Wie die Begeisterung der hohen Kante im Verlauf der Jahre sich entwickelt hat …

Gemäß einer von der TNS-Infratest (ein Marktforschungsunternehmen) betriebenen Studie bilden immer weniger Deutsche Rücklagen für spätere Zeiten. Die Befragungen wurden bei zweitausend Bürgern, welche mindestens das vierzehnte Lebensjahr erreicht hatten, durchgeführt.

Gerade einmal 47,4 Prozent, also nicht einmal die Hälfte der deutschen Bevölkerung hält das Geld zusammen, um sich über kurz oder lang etwas Kostspieliges davon leisten zu können. Dies war vor einem Jahrzehnt anders und man könnte meinen, dass mit jedem Jahr die Sparerquote um ein Prozent sinkt, da zwischen 1995 und 1997 wenigstens noch 57,4 Prozent ihr Geld (oder zumindest einen Teil davon) zurück legten.

Bei der Frage, wofür das Geld gespart werde, war allerdings eine (private) Altersvorsorge mit sechzig Prozent der Spitzenreiter. Der knappe Rest (57%) der Befragten legte sich etwas von dem Kapital für den persönlichen Verbrauch und Gebrauch zurück.

Bei dem Thema Immobilien schwankten die Werte im Bereich von ca. fünfzig Prozent (exakt: 48 Prozent). Eine Zeit lang danach rutschten die Prozente auf 43 hinab.

Unter denen, die mit ihrem Vermögen behutsamer umgehen wollen, haben noch ungefähr vier Fünftel große (Spar-) Pläne, die das bisherige übertreffen sollen, während ein Achtel der Personengruppe etwas großzügiger leben möchte. Damit war der Anteil derjenigen, die sich mehr gönnen wollen, um vier Prozent gefallen [ Stand: ca. ein Jahr bevor diese Studie ausgearbeitet und veröffentlicht wurde].

Ein weiterer Grund für die Kauffreudigkeit der Bevölkerung im Jahr 2006 war die Anhebung der Mehrwertsteuer. Um Geld zu sparen, haben zahlreiche Menschen sich entschieden ihren Sparkurs aufzugeben und schnell noch vor den Erhöhungen (vor allem teure Dinge) zu besorgen.

Meiner Meinung nach haben viele, die dachten, sie könnten sich etwas Geld sparen und größere Anschaffungen im letzten Drittels des Jahres 2006 zu tätigen, sich selbst reingelegt. Die Preise vieler Waren sind nämlich schon im jeweiligen Sommer oder im Herbst klamm heimlich nach oben gestiegen, so dass viele Dinge so teuer wurden, dass am Neujahresbeginn die zwei Prozent zusätzliche Mehrwertsteuer kaum auffielen. Wohl aber die unverhältnismäßig teuren Produkte, welche unter dem Vorwand der Steuererhöhung zu deutlich gestiegenen Preisen verkauft wurden.

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