Das deutsche Pflegesystem: Ein Schreckgespenst der Ausgaben …

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen setzte sich für die Pläne der Bundesgesundheitsministerin ein. Diese sahen vor, Familien mit Pflegefällen zu entlasten. Das sollte unter anderem durch das geplante Recht auf einen unbezahlten Urlaub von sechs Monaten ermöglicht werden. Neben einer gesetzlich geregelten „Garantie“, nach Ablauf des Urlaubes die Arbeit wieder aufnehmen zu können, soll es auch seitens der Pflegekassen finanzielle Unterstützung geben, um alles Notwendige zur Befriedigung der Bedürfnisse des Pflegebedürftigen zu managen. Allerdings dürfen gemäß einiger Aussagen die gesetzlichen Krankenkassen nicht alleine belastet werden, da nach verschiedenen Ansichten, in der deutschen Gemeinschaft jeder seinen Beitrag für Unterhalt von Pflegebedürftigen leisten sollte.

Begeistert sind die Krankenkassen und die gesetzliche Pflegeversicherung trotzdem nicht, da der Staat sich elegant aus der Affäre ziehen möchte und am liebsten „jemand anderen“ für die immensen Kosten aufkommen lassen möchte. Dieser „jemand anderes“ sind, wie so oft, die Krankenkassen selbst, welche ohnehin schon ziemlich stark belastet werden, während das Geld an allen Stellen knapp wird. Die jährlichen Ausgaben belaufen sich auf fünf Mrd. Euro, der Staat stellt den Kassen aber nur knapp die Hälfte zur Verfügung.

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