Neue Stilblüten unserer Gesundheitsreform

Früher war alles besser, oder?

Zum Beispiel durften die gesetzlichen Krankenkassen keine Schulden machen. Im Zuge der Wiedervereinigung wurde ja so mancher Euro über die Sozialkassen finanziert, damit die wohl gelobten blühenden Landschaften entstehen konnten. Unter anderem wurde den gesetzlichen Kassen erlaubt Schulden zu machen um den Beitrag stabil zu halten. Diese Fehlentscheidung wurde nun im Zuge der Gesundheitsreform behoben. Mit Einführung des Gesundheitsfonds sollen alle Kassen schuldenfrei sein.

Die AOK Bayern schafft das! Fragt sich nur wie :-)
 
Leasing ist das Zauberwort, die AOK in Bayern verfügt über 88 Immobilien, von diesen werden 23 Immobilien an eine Leasing Gesellschaft verkauft und dann langfristig (insgesamt 20 Jahre) zurückgemietet. Dies berichtet der “Ärztezeitung”.

Stichwort Liquidität

Diese ist für Unternehmen, welche sich im Wettbewerb in der freien Wirtschaft befinden, sehr wichtig. Deshalb ist ein solches Geschäft (in der Fachsprache sale and lease back), wenn es gut geplant und ökonomisch sinnvoll ist durchaus üblich. Nur bei der AOK scheint man von Ökonomie nicht sehr viel zu halten, denn die Mietausgaben übersteigen den Verkaufserlös erheblich. Herr Werner Fischer, Bereichsleiter Finanzen bei der AOK Bayern, meinte dazu: “Durch die Differenz aus Mietbeträgen und der geringeren Kapitalanlagerendite entstehen uns Kosten von voraussichtlich 2,8 Millionen Euro pro Jahr”. Damit zahlen die Mitglieder der AOK insgesamt 56 Millionen Euro, über 20 Jahre verteilt, mehr für die Entschuldung. Mir fehlen die Worte dies weiter zu kommentieren.

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