Eines der hochgelobten Ziele der Gesundheitsreform droht zum Flop zu werden.
Über das Thema Nichtversicherte habe ich nun auch schon berichten dürfen, diese Bevölkerungsgruppe entstand ja durch die Harzreformen. Mit diesen Reformpaketen (Harz- und Gesundheitsreform) wurden ja Nichtversicherte, welche vorher über die Sozialhilfe den Krankenversicherungsschutz hatten, plötzlich zu Nichtversicherten welche ab 2009 auch Leistungsanspruch haben wenn keine Beiträge gezahlt werden.
Ich habe das damals mit den kostenlosen Semmel vom Bäcker verglichen, erinnern sie sich? Damit hat unser so fürsorglicher Vater Staat kurzerhand fällige Sozialleistungen auf die Beitragszahler in der Krankenversicherung abgewälzt, dass kenn ich doch auch, wie wurde noch mal ein Grossteil der deutschen Einheit finanziert?
Nun ja es muss doch einen Grund haben weshalb die Sozialkassen so leer sind. Nicht das ich Missverstanden werde, ich bin nicht gegen die deutsche Einheit, ganz im Gegenteil, was das Deutsche Volk da vollbracht hat ist schon eine beachtliche Leistung, auf die wir mit recht Stolz sein können.
Nun zurück zum Thema
Seit dem 1. Juli haben alle Nichtversicherten, welche der PKV zuzuordnen sind den Anspruch (unter bestimmten Voraussetzungen) zumindest in den Standardtarif aufgenommen zu werden. Im Rahmen der Diskussion zur Gesundheitsreform über die besagte Versicherungspflicht ging die Regierung von Schätzungen zwischen 200 000 und 300 000 Nichtversicherten aus welche sowohl der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) als auch der privaten Krankenversicherung (Pkv) zuzuordnen wären.
Davon haben bisher satte 3300 Nichtversicherte den Weg zurück in die PKV in Anspruch genommen. Auf Anfrage des Handelsblattes teilte der PKV Verband diese Anzahl mit. Die heutigen Schätzungen des Gesundheitsministeriums liegen bei mehreren 10 000 welche noch Anspruch hätten in den Standardtarif aufgenommen zu werden, man wird bescheiden, kann ich dazu nur sagen.
Der PKV Verband ist von dieser Entwicklung nicht sehr begeistert Ulrike Pott Sprecherin des Verbandes meinte dazu: “Wir müssen leider feststellen, dass bislang fast nur Personen das Beitrittsrecht in den neuen preiswerten Standardtarif nutzen, die bereits erkrankt sind und zum Teil erhebliche Behandlungskosten verursachen”.
Vermutlich bewahrheitet sich nun auch der verdacht, dass Gesunde um Beiträge zu sparen erst die Rückkehroption ziehen, wenn eine ernsthafte Erkrankung dies erfordert. Diese negative Risikoauslese, durch diesen nach meiner Ansicht von der Politik gewollten handwerklichen Fehler, müssen von den „ehrlichen“ Beitragszahlern mitbezahlt werden.
Zu Recht wehrt sich der PKV Verband nun dagegen. Ab dem 01.01.2008 sollen bei Neuaufnahmen in den Standardtarif, die Kosten für bestehende Erkrankungen nicht mehr übernommen werden.



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