Die AOK in Bayern schlägt zu, zum 31.03.2008 wurden alle Verträge mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) gekündigt.
Der Vorstand der KVB Dr. Munte meinte dazu: “Für die Versicherten wird die Kündigung keinerlei Auswirkungen haben“. Weiter meine er, dass kein AOK Patient am 1. April wegen dieser Kündigung nicht behandelt würde. Nun ich meine, dass wäre ein schlechter Aprilscherz wenn Patienten deshalb nicht behandelt würden.
Michael Leonhart, Pressesprecher der AOK in Bayern versichert, dass die betroffene Ärzteschaft solange zu den alten Bedingungen abrechnen könnte, bis ein neuer Vertrag ausgehandelt sei. Grund sei (mal wieder) der Gesundheitsfonds, die Folgen seien speziell für Bayern gravierend „Finanzmittel in Höhe von rund 500 Mio. € würden aus Bayern abfließen“.
Damit werden die Finanzspielräume der regionalen Kassen wesentlich gekürzt. Speziell Regionen denen es vor Einführung des Gesundheitsfonds finanziell gut ging, müssen die Gürtel enger schnallen. Wenn weniger Finanzmittel fließen, muss sich das selbstverständlich auf der Ausgabenseite bemerkbar machen. Da war doch was, im Rahmen der Verhandlungen zur Gesundheitsreform, hat da nicht unser ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber versichert, dass es mit der Einführung des Gesundheitsfonds eben nicht zu solchen Verwerfungen kommen sollte? Nun ja, dieses war der 6. Streich zu meinen Stilblüten.



Letzte Kommentare