BKK hat ihre eigenen „Reformpläne“ für das Gesundheitssystem

Wegen des permanent üppiger werdenden Ausgleiches der Finanzen innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherungen forderte der BKK Bundesverband den Abbau von Bürokratie, eine höhere Effektivität und bessere Eingängigkeit. Die BKK machte deutlich, dass der Risikostrukturausgleich 2007 auf 14 1/2 Milliarden Euro anstieg und somit so hoch war, wie noch nie. Im Geburtsjahr des Ausgleiches, 1995 steckte dieser mit 8,9 Milliarden Euro noch in den Kinderschuhen. Dies änderte sich in der „Pubertät“ im Jahr 2000. Mit der Jahrtausendwende war der Ausgleich 12 Milliarden Euro hoch. Der „übergewichtige Jugendliche“ speckte dann 2006 auf 7,3 Milliarden Euro ab, bevor er inzwischen mittels eines Wachstumsschubes die oben genannte Rekordmarke erreichte.

Darauf reagierte die BKK und was vor allem deren Verbandschef Wolfgang Schmeinck gerne hätte, lässt sich aus einer Aussage von ihm leicht erkennen: „Es muss klar erkennbar sein, warum und wie viel Geld von A nach B fließt. Ich habe nicht den Eindruck, dass der Gesundheitsfond diese Transparenz bieten wird.“ Eine Idee, wie das zu realisieren sei, ist nach eigenen Angaben der BKK der Versicherten-Solidarausgleich.

Schmeinck mahnte jedoch, dass nicht übertrieben wird und somit bei jeder Kasse für administrative Ausgaben ein Ausgleich vorgenommen wird. Dennoch dürften diejenigen, die Arbeit leisten, nicht das Nachsehen haben. Außerdem stellte die BKK eine Berechnung auf, nach derer die Ortskrankenkassen ohne den Risikostrukturausgleich (RSA) mehr Beiträge verlangen müssten, während die Beiträge bei den Betriebskrankenkassen durch die RSA niedriger liegen.

Weiterhin zählte man die Ausgaben bei verschiedenen Kassen auf und erläuterte, dass die sogenannte Knappschaft als preisgünstigste Krankenkasse ihre Kunden mit hohen Summen (bei Bedarf) unterstützen kann und unterstützt hat. Schmeinck erklärte dieses Phänomen auf folgende Weise: „Ein System, bei dem die günstigsten Krankenkassen die größte Unterstützung bekommen, braucht nicht mehr, sondern weniger Umverteilung.“

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