2007 ist für die Gesetzliche Krankenversicherung ein fettes Jahr. Damit würde, nach Aussage des Bundesgesundheitsministeriums, die Gesetzliche Krankenkasse vier Mal hintereinander einen finanziellen Überfluss verwirklichen. Ausschlaggebend für den Geldsegen sei zum einen das Wirtschaftswachstum, zum anderen die Beitragserhöhungen der GKV.
In einem Bericht wurden die Einnahmen aufgezählt (um wie viele Millionen oder Milliardenbeträge es sich genau dabei handelt und in welchem Quartal diese eingenommen wurden, gebe ich hier nicht an, da sich ohnehin nur wenige etwas darunter vorstellen können). Allerdings lässt sich die Summe nur erahnen, wenn man bedenkt, dass das Geld für viele Kassen ausreicht, um einen Teil der aufgenommenen Schulden abzubauen.
Eine der Aussagen des Berichts lautete: „Ende diesen Jahres werden fast alle der 2006 noch verschuldeten Kassen wieder über Finanzreserven verfügen“ In der Politik (Gesundheitsministerium) sei man weiterhin zuversichtlich, dass bis Jahresbeginn 09 die Krankenkassen gänzlich ohne Schulden dastehen. Der Schuldenabbau würde dann parallel zu der Einführung des Gesundheitsfonds beendet sein.
Leider sind in dieser Rechnung die Pensionslasten der sog. DO Angestellten und die Pensionen der diversen Kassenvorstände nicht berücksichtigt, diese werden die GKV in Zukunft noch mehrere Milliarden Euro kosten. Die Ausschöpfung der Möglichkeiten, Finanzen zu sparen, in Verbindung mit der steigenden Anzahl an Beschäftigten sind ein guter Nährboden für die Kasse, der nach Aussage des Ministeriums Stabilität verspricht. Damit könne der Gesundheitsfond in einem behüteten Umfeld „geboren“ werden.
Einer der Kehrseiten dieser positiven Bilanz ist die Tatsache, dass der Kassenpatient umso mehr zur Kasse gebeten wird. Denn hier wird mal wieder Politik gemacht welche die Beitragszahler zahlen dürfen. Meiner Meinung nach sollten Maßnahmen getroffen werden, die den Versicherten langfristig entlasten bzw die Leistungen der GKV nachhaltig finanzieren. Im Moment scheinen dafür ja genügend Geldmittel vorhanden zu sein, ich möchte jedoch nicht wissen, wie lange es dauert, bis diese verprasst werden. Daher sollte man nicht nur (an dem Bürger) sparen, sondern auch anfangen, Reserven anzulegen.



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