Fette Jahre haben den gesetzlichen Krankenkassen einen Geldsegen beschert. Schon 2006 konnten die gesetzlichen Krankenkassen Milliarden von Euro Reingewinn verbuchen und der Trend hielt im Jahr 2007 an (1,78 Mrd. €). Dadurch werden die gesetzlichen Kassen mit vollen Kassen 2009 in den Gesundheitsfond (so dieser noch kommt) einsteigen, um die Grausamkeiten welche mit dem Gesundheitsfonds einhergehen, für die eigene „Kundschaft“ abpolstern zu können. Insgesamt hätten die einen Überfluss von 3,2 Mrd. €, wie es das Bundesgesundheitsministerium (BGM) in einer Bilanz bekannt gab.
Die AOK (allgemeine Ortskrankenkassen) nehmen am meisten Geld ein, was logischer Weise durch Belastung des Versicherten möglich war; mit Kürzungen oder, wie in dem Fall mit Beitragserhöhungen. Mit nahezu leeren Händen gingen die Betriebs- und Innungskrankenkassen (BKK / IKK) aus, während sich die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See ganz klar im Minus befand. Dazwischen finden sich (in der Bilanz) weitere Kassen, wie zum Beispiel die VdAK (Angestellten- Ersatzkassenverband) oder der Ersatzkassenverband (AEV) wieder.
Auch wenn oben von der dicken Kohle die Rede war, so ließ das Bundesgesundheitsministerium (BGM) negativ verlauten, dass knapp 23% der 242 Krankenkassen (entspricht 55 Kassen), die zu diesem Zeitpunkt existierten, Verluste zu melden hatten. Bis zum Übergang zwischen 2007/2008 konnte keine Schuldenfreiheit sämtlicher Kassen erzielt werden. Zwischen den Jahren 08/09 solle dieses Ziel endgültig erreicht sein. Ich hoffe, dass mit diesen Mitteln auch Rückstellungen für die zukünftigen Pensionslasten der sog. DO Angestellten gebildete werden.
Auch wenn die gesetzlichen Krankenkassen z.Zt. im Geld „schwimmen“, so können die Kassenchefs trotzdem nicht genug kriegen. Für 2009 seien weitere Beitragserhöhungen mit der Begründung geplant, dass man den Gesundheitsfond und die hinzukommenden Leistungen nur durch Erhöhung der Beiträge decken könne.
Fakt ist und bleibt, dass die GKV durch die Auswirkungen der demographischen Entwicklung hoffnungslos unterfinanziert ist. Daran ändert weder der Gesundheitsfonds noch die Kopfpauschale der CDU / CSU oder auch die Bürgerversicherung etwas.
Wir haben in Deutschland die letzten 30 Jahre, was die Geburtenraten angeht, 2-ter Weltkrieg gespielt. In den letzten Kriegsjahren hatten wir eine ähnlich geringe Geburtenrate wie in den letzten 30 Jahren. 30 Jahre, sagt man, ist eine Generation und diese nicht geborenen Kinder fehlen nun an allen Ecken und Enden. Diese können auch keine Beiträge für die Krankenversorgung oder auch die Alterversorgung leisten, dass ist eben des Pudels Kern.
Leider ist das auch schon gelaufen, denn diese fehlende Generation lässt sich nicht mehr nachholen. Was ich der Politik ankreide ist die Tatsache, dass diese Entwicklung seit mindestens 20 Jahren bekannt ist, damit hätte man 20 Jahre Zeit gehabt die Krankenversicherung auf solide finanzielle Beine zu stellen, diese Zeit ist vergangen, leider nicht mit Kinder kriegen. Fortsetzung folgt…



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