Besonders engagierte Gegner der elektronischen Gesundheitskarte haben eine Vereinigung namens „Aktion: Stoppt die e-Card“ gegründet.
Auch wenn die Modernisierung dieser Karte viele Vorteile mit sich bringt, so fürchten zahlreiche Kritiker, dass das System mit Sicherheitslücken und sinnlosen Verwaltungsaufwand verbunden ist und der Datenschutz nicht ausreichend gewährleistet sei. Daher müssen die Pläne für die Gesundheitskarte, nach Ansicht der Aktionsmitglieder, auf Eis gelegt werden. Zu diesen Mitgliedern gehören seit Ende Dezember 07 Bürgerrechtsorganisationen, Datenschützer, Ärzteverbände und Patienten.
Folgendes verlangt das Bündnis von der Politik: Öffentliche und unparteiische Sitzungen und Debatten über die Karte. Prüfungen von technologisch preiswerteren Alternativen, bei denen keine Massenspeicherungen von Kundendaten an einer Sammelstelle vorkommen. Die Technologie sollte so konfiguriert sein, dass der Versicherte die Möglichkeit hat, von seinem Bürgerrecht Gebrauch zu machen und in diesem Rahmen selbst entscheiden kann, an wem die Daten weitergegeben werden.
Die Inbetriebnahme der ersten Karten ist für 2008 geplant und die Regierung werde, aller Kritik und Initiativen zum Trotz, das umstrittene Projekt zu Ende bringen. Des Weiteren werden viele Bedenken geäußert, wonach die Karte als „Frühgeburt“ zur Welt kommt und dieser unentwickelten Technik empfindliche Informationen anvertraut werden. Allerdings haben die Ärzte ein As im Ärmel, mit dem sie der Regierung eine große Hürde in den Weg stellen: „Wir als Ärzte werden die Lesegeräte für die neue Versichertenkarte in unseren Praxen nicht einführen, solange die schwerwiegenden Bedenken, die im Beschluss des Deutschen Ärztetages im Mai 2007 formuliert wurden, nicht ausgeräumt sind.“
Aber auch die Versicherten holen zum Schlag aus: „Wir als Versicherte werden an der Ausgabe der Karten für dieses Projekt nicht mitwirken und z. B. die verlangten Fotos nicht zur Verfügung stellen“
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