Das Brustkrebsrisiko und das Körpergewicht

Mai 4th, 2008 by Manfred | Filed under Brustkrebs, Gesundheit.

Ich befürchte bei diesem Titel kommen sehr aufgewühlte Emotionen hoch, da ich hier zwei sehr heikle Themen anspreche. Da ich selbst (zumindest etwas) an Übergewicht leide, kann ich wenigstens zu diesem Thema aus eigener Erfahrung schreiben. Nicht, dass mir der eine oder andere Leser/in vorhält, dass ich nun anfange über Dinge zu schreiben von denen ich sowieso nichts verstehe.

Dennoch ist der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Brustkrebs bei Frauen wissenschaftlich belegbar, nach Angaben von Herrn Prof. Dr. Michael Untch HELIOS Klinikum Berlin erkranken schwergewichtige Frauen zwei bis drei mal eher an Brustkrebs als die schlankeren Altersgenossinnen. Grund dafür wäre, dass das Fettgewebe selbst ein Östrogenproduzent ist. Immerhin sollte man das ernst nehmen, denn 57000 neuerkrankten Frauen stehen immer noch erschreckende 17600 Todesfälle gegenüber.

Übergewicht bei Frauen lagert sich oft als Fettgewebe im Bauchraum ab (das ist zumindest bei mir genauso) in diesem Fettgewebe würden, so Herr Prof. Untsch, Vorläufer-Substanzen von Hormonen in Östrogen umgewandelt werden. Dieses Östrogen sein die Ursache für das erhöhte Brustkrebsrisiko. So nun haben wir schwergewichtigeren unser Fett weg sozusagen, doch was ist dagegen zu tun, auch hier hat Herr Prof. Untsch Lösungsmöglichkeiten.

Einmal wäre das Stillen von Babys ein sehr großer Schutz gegen Brustkrebs, allerdings setzt das natürlich eine höhere Geburtenrate in Deutschland voraus, dies kann ich nur begrüßen. Aus meiner Erfahrung mit immerhin 3 Kindern kann ich sagen, dass wir beim Thema stillen sehr wenig Hilfe und Unterstützung bekommen haben. Möglicherweise ist das heute anders, bei unseren ersten zwei Kindern (geb. 1988 und 1993) hatte das Stillen nicht geklappt und wir hatten recht bald zugefüttert.

Erst bei unserer Tochter welche 2001 geboren wurde, hatten wir von einer Freundin die notwendige Unterstützung und auch Ratschläge erhalten und meine Frau konnte unsere Tochter länger als 6 Monate ausschließlich stillen. Ich denke zu diesem Thema sollte in der Geburtsvorbereitung und der Nachsorge den betroffenen Frauen (und Vätern) viel mehr Anleitung und Unterstützung gegeben werden. Ein weiteres sehr hilfreiches Mittel sei regelmäßiges Spazierengehen, mehr als 4 Stunden pro Woche könne das Brustkrebsrisiko mindern, das sind gute 35 min täglich das sollte doch zu schaffen sein, oder?

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