Reiche Kassen und arme Kliniken Teil 2

Die gesetzlichen Krankenkassen schwimmen noch im Geld

Im ersten Teil habe ich beschrieben, wie es den Krankenhäusern geht. Hier ein paar (leicht abgeänderte) Textausschnitte zum Überblick:

„….. in diesen fehlt Einrichtungen vorn und hinten das Geld……“

„…ärztlichen Personal und nichtärztlichen Personal wollen mehr Geld. Krankenhäuser stehen dadurch mit über 2 Milliarden Euro in der Kreide“

„…Mit der Summe der (für die Krankenhäuser) fehlenden Gelder könne man 40000 Ärzte oder 66000 Mitarbeiter im Pflegebereich bezahlen….“

„…Entlassungswelle von 90000 Stellen in den letzten zehn Jahren…“

Aber die Medaille hat auch eine Kehrseite. So hatten die Kassen im Jahr 2007 Millionen Euros mehr erwirtschaftet, als sie bis Jahresende 2007 ausgaben. Zu den Kassen mit den größten Gewinnen zählten die DAK, die Techniker Krankenkasse (TK), verschiedene allgemeine Ortskrankenkassen (AOK), sowie die Barmer. Die letztgenannte Kasse fuhr 2007 einen Gewinn von 298 Millionen Euro ein. Als Gründe dafür wurde eine positive Wirtschaft, sowie eine steigende Anzahl an Erwerbstätigen genannt.

Aber auch permanent steigende Beiträge und Einsparungen an allen Ecken und Enden sind für den Überfluss verantwortlich. Auch wenn es voraussichtlich keine oder weniger Beitragserhöhungen geben wird, so gibt es doch viele Mängel, die vor allem mit dem momentanen Überschuss bekämpft werden müssen. Trotz steigender Kosten, vor allem bei Medikamenten, ist es unbedingt notwendig, Reserven und finanzielle Polster anzulegen. Dies darf in Anbetracht der Gewinne nicht auf Kosten der Gesellschaft und des Versicherten vorgenommen werden. Die Krankenhäuser stehen mit dem Rücken zur Wand, sodass dort solide Strukturen erschaffen werden müssen, damit diese wirtschaftlicher werden, bzw. ausreichend unterstützt werden können. Außerdem muss sich die Qualität der Versorgung verbessern und jetzt, wo Geld da zu sein scheint, müssen die Kassen darin investieren.

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