Rote Zahlen in der gesetzl. Krankenkasse

Ein erschreckendes Defizit von 1,492 Milliarden Euro haben die gesetzlichen Krankenkassen in den 3 vergangenen Quartalen 2009 erwirtschaftet und das so kurz vor der Einführung des Gesundheitsfonds. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag das Defizit bei mehr oder weniger vernachlässigbaren 0,179 Milliarden. Bei unserem zuständigen Sonnenscheinministerium gibt es aber keinen Grund zur Sorge. In den veröffentlichten vorläufigen Finanzergebnissen sei der zweite Teil des Bundeszuschusses noch nicht enthalten, so das Bundesgesundheitsministerium. Immerhin will der Bund noch 1,25 Milliarden Euro an die GKV überweisen. Weiterhin wird auf die höheren Einnahmen im 4. Quartal verwiesen, bekanntlich werden im letzten Quartal Mehreinnahmen auf Grund der Auszahlung des Weihnachtsgeldes erwartet. Unser Sonnenscheinministerium rechnet zum Jahresende immer noch mit einer „schwarzen Null“ in der GKV.

Hektik hingegen herrscht bei den gesetzl. Krankenkassen, diese können immer noch nicht planen wie sich die Auszahlungen durch den Gesundheitsfonds denn tatsächlich gestalten. Denn niemand weiß wie viele Mittel den einzelnen Kassen tatsächlich aus dem Fonds zufließen werden. Einige GKVen gehen mit der Aussage keinen Zusatzbeitrag von ihren Versicherten erheben auf Kundenfang. Allerdings stecken die gesetzl. Krankenkassen in einer Zwickmühle, wenn das Geld nicht reicht und der Zusatzbeiztrag erhoben würde, müsste die GKV mit erheblichem Mitgliederschwund rechnen, der noch zusätzlich zu Einnahmeverlusten führt. Mit den neuen Wahltarifen wird nun versucht soviel Mitglieder wie möglich zu binden, bekanntlich muss man sich für einen Wahltarif 3 Jahre an die betreffende Kasse binden, komme was da wolle.

Auch hat inzwischen das von unserer Sonnenscheinministerin vorangetriebene Kassensterben eingesetzt. Inzwischen werden von einigen GKVen Kooperationen gemeldet, die Spektakulärste war der Zusammenschluss der IKK Direkt mit der Techniker Krankenkasse Vor allem kleine Betriebskrankenkassen werden alleine nicht in der Lage sein den enormen Verwaltungsaufwand, welcher mit dem Gesundheitsfonds einhergehen wird, zu bewältigen. Dass der Gesundheitsfonds ein Bürokratiemonster ist habe ich ja schon hinlänglich geschildert, nun scheinen sich meine schlimmsten Befürchtungen zu bewahrheiten. In dieser wirtschaftlich trüben Stimmung hat dieser hoffentlich einen arbeitsplatzerhaltenden Effekt. Ich würde es den betroffenen GKV Mitarbeitern gönnen.

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