Nach einem Bericht im ©ddp/aerzteblatt.de erwartet Herr Wilfried Jacobs seines Zeichens Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Hamburg eine Fusionswelle unter den gesetzl. Krankenkassen wegen der Einführung des Gesundheitsfonds. Darüber habe ich ja schon berichtet, damit bekommen meine schon dargelegten Ansichten neues „Futter“. In der „Wirtschaftswoche“ kann man folgende Aussage von Herrn Jacobs nachlesen: „Innerhalb der nächsten fünf Jahre wird sich die Zahl der Kassen mindestens halbieren“. Einmal seine unter den bestehenden 15 Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) weitere Zusammenschlüssen nicht auszuschließen, zum anderen wären überwiegend Betriebskrankenkassen (BKK)betroffen. Sogar einzelne Insolvenzen von Krankenkassen seien nicht auszuschließen
Nun das Problem mit den BKK habe ich an andere Stelle schon mal erläutert. Bis 2008 war es für einen entsprechend großes Unternehmen interessant eine BKK zu gründen weil dadurch weniger Verwaltungskosten entstanden und die BKK somit half Lohnnebenkosten einzusparen. Damit ist aber nun mit Einführung des „wettbewerbsstärkenden“ Gesundheitsfonds Schluss. Somit ist die BKK für die betroffenen Unternehmen nur noch ein Kostenblock ohne Sinn.
Fusionen von mehreren GKV machen Sinn weil dadurch die von der Politik verordneten wachsenden Kosten besser aufgefangen werden können.
Langfristig würde die GKV aber nicht an steigenden Beiträge vorbeikommen so Herr Jacobs: „Für 2010 wird man sicher über eine Anpassung reden müssen“, meine Er. Bekanntlich wurden die Kassenbeiträge für 2009 von der Politik schon auf 15,5% festgeklopft. Auch in dem Punkt Zusatzbeitrag bin ich mit Herrn Jacobs einer Meinung: „Wenn der Beitragssatz bei 15,5 Prozent bleibt, werden meiner Meinung nach im Jahr 2010 mehr als die Hälfte der Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben müssen“. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Wie ich auch schon berichtet habe werden die gesetzl. Krankenkassen in 2009 äußert zurückhaltend mit einem möglichen Zusatzbeitrag umgehen. Auch in diesem Punkt stimme ich voll der Aussage von Herrn Jacobs zu, er meine dazu „schon deshalb, weil der Erste, der einen Zusatzbeitrag fordert, aufpassen muss, dass ihm nicht die Mitglieder davonlaufen“.



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