Heute wird der Zusammenschluss zwischen der Signal Iduna Gruppe und dem Dt. Ring Krankenversicherung vollzogen, die Bâloise, Schweizer Mutter der Dt. Ring-Sach- und Leben- Versicherungsgesellschaften, schmollt weiter über die Dreistigkeit des Vorstandes des Dt. Ring Kranken Herrn Fauter. Dieser wurde bekanntlich letztes Jahr als Vorstand der beiden Bâloise Töchter geschasst. Da die Dt. Ring Krankenversicherung als VVaG nicht unter der Fuchtel der Schweizer stand, konnte sich Herr Fauter in der Funktion als Vorstand des Dt. Ring Kranken halten. Während der Auseinandersetzung zwischen der Bâloise und der Dt. Ring Krankenversicherung kam es massiv zu Solidaritätsbekundungen der Belegschaft zu Ihrem Vorstand. Der geschickte Schachzug in einen Gleichordnungskonzern mit der Signal zu verschmelzen brüskierte die Schweizer so sehr, dass diese nun ernsthafte Pläne hegen (möglicherweise spielen da auch verletzte Eitelkeiten eine Rolle) die jetzigen Strukturen der Dt. Ring-Sach- und Leben- Versicherungsgesellschaften aufzulösen. Gespräche zu diesem Thema wären bereits geführt worden.
Die Signal Iduna Gruppe ihrerseits hat klar das Interesse bekundet die beiden ungeliebten Töchter zu übernehmen. Nun soll es bald möglichst zu einer Entscheidung kommen, der Vorstandsvorsitzende der Basler Versicherungen in Deutschland und Nachfolger von Herrn Fauter als Vorstand des Dt. Ring Sach und Leben Herr Dr. Frank Grund war der Meinung, dass:. “Ab dem 1. April leben wir praktisch unter einem Dach mit einem Wettbewerber. Das ist aus unserer Sicht nicht haltbar und dürfte auch für die Signal Iduna keine Dauerlösung sein”.
Die Dt. Ring Krankenversicherung will die Pläne zu der Schweizer Zerschlagung des Dt. Ring nicht so einfach hinnehmen, Verhandlungen bezüglich einer Zerschlagung hätten nicht stattgefunden. Der Ring-Kranken-Aufsichtsratschef Dr. Dietmar Illert fand dazu deutliche Worte: “Es wird von unserer Seite keine Zustimmung zu den Plänen der Bâloise geben. Von einem gemeinsamen Interesse an einer Zerschlagung des Deutschen Rings kann keine Rede sein.” Auch Herr Fauter, nun Vorstand in der Signal Iduna Gruppe meinte gegenüber cash-online: “Die heute vorgestellten Umstrukturierungspläne können ohne die Zustimmung des Krankenversicherungsvereins nicht umgesetzt werden. Denn der gemeinsame Organisationsvertrag zwischen beiden Seiten sieht eine einvernehmliche Entscheidung aller Beteiligten vor.”
Dr. Frank Grund scheint das schmerzbefreit: “Wir haben unsere Vorstellungen über die Zukunft deutlich gemacht. Sollten wir wider Erwarten keine einvernehmliche Lösung erzielen können, so sind wir aber darauf vorbereitet, unseren Kurs auch eigenständig umzusetzen.” So langsam scheint es mir wirklich so, dass es hier nur um verletzte Eitelkeiten seitens der Bâloise geht.
Eine weitere Lösung scheint in Sicht, welche den aktuellen Bâloise Vorständen vermutlich den Schweiß ausbrechen lässt. Die Signal Iduna Gruppe ist nun eine Versicherungsgruppe welche über erhebliche Finanzreserven verfügt und der Dt. Ring Kranken nagte auch nicht gerade am Hungertuch. Da die Signal Iduna Gruppe bei der Bâloise-Holding eingestiegen ist hatte ich ja schon erwähnt, nun wird aktuell mitgeteilt, dass Signal Iduna Gruppe weitere 1,3 % der Aktien der Bâloise-Holding aufgekauft hat. Somit hält die Signal Iduna Gruppe zu deren Vorständen nun auch Herr Fauter gehört, 5,18 %, das sind 2,59 Millionen, der 50 Millionen Namensaktien der Schweizer Holding. Möglicherweise wird der Anteil auch noch aufgestockt und somit die Pläne der aktuellen Vorstände der Bâloise von dem neuen Miteigentümer verhindert. Ob es in diesem Falle zu einem Personalwechsel im Bereich der Vorstandschaft der Bâloise, sozusagen als Retourkutsche kommt, bleibt abzuwarten.



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