Ich habe vor kurzem einen Katalog über die privaten Krankenversicherungen in Deutschland zusammengestellt. Einerseits war es mühsam die Informationen über unterschiedliche Quellen selbst zu recherchieren, andererseits war es auch interessant über die Hintergründe der einzelne Privaten Krankenversicherer zu recherchieren. Deshalb möchte ich es an dieser Stelle nicht versäumen über Änderungen oder über aktuelle Entwicklungen der beschriebenen Privaten Krankenversicherungen zu informieren.
Gestern teilte die Mannheimer AG Holding mit, dass sie die Mannheimer Krankenversicherung AG (MKV) von dem bisherigen Eigentümer der Uniqa International Beteiligungs- und Verwaltungs- GmbH in Wien (Uniqa) für 23 Millionen Euro zurückgekauft werden soll. Die MKV solle wieder in den Mannheimer Konzern integriert werden.
In 2004 geriet die Mannheimer in heftige Schieflage, die Mannheimer Lebensversicherung musste von der Protektor AG in Berlin, übernommen werden. Die Protektor AG ist die Sicherungseinrichtung für die Lebensversicherer in Deutschland. Protektor soll die Versicherten vor den Folgen einer Insolvenz eines Lebensversicherers schützen dieser Sicherungsfond führt die bestehenden Verträge fort.
Die gesunde MKV wurde damals komplett von der Uniqa übernommen. Die Uniqa bleibt weiterhin mit ca. 75% an der Mannheimer Holding beteiligt und ist sozusagen Mutterkonzern der Holding. Der Vorstandsvorsitzende der Mannheimer AG Holding Herr Helmut Posch kommentierte dieses Geschäft so. „Wir sind unserer Konzernmutter sehr dankbar, dass sie die Krankenversicherung damals erworben hat. Wir hätten das seinerzeit aus eigener Kraft nicht finanzieren können. Heute sieht das anders aus: Wir bezahlen den Kaufpreis aus eigenen Mitteln. Durch den Erwerb kommt jetzt wieder zusammen, was zusammen gehört.“
Die Holding gab vor kurzem ein aktuelles Kapitalanlageergebnis in Höhe von 23,5 Millionen Euro bekannt. Dieses Kapital ist mit dem Rückkauf der MKV meiner Ansicht nach gut angelegt. Dazu meinte Herr Posch „Durch die Reintegration der MKV sparen wir jährlich alleine über eine Million Euro an Umsatzsteuer, die bisher auf Leistungen zu zahlen waren, die wir für die Krankenversicherung erbracht haben. Die MKV wird zudem künftig wieder unmittelbar bei der Mannheimer AG Holding konsolidiert, wodurch sich die Ertragsbasis der Holding verbreitert“.



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