Unsere gesetzliche Rentenversicherung könnte ein Problem mit Viagra bekommen

September 26th, 2009 by Manfred | Filed under Rente.

Ja, werter Leser, das ist kein schlechter Witz. Wenn ich an dieser Stelle einmal vor der Viagra-Rentenkrise warne! Was da auf uns zukommen könnte, kann man derzeit in Brasilien sehen, dort schwächelt heute schon die Rentenkasse. Das Problem liegt an den zunehmenden Eheschließungen zwischen (dank sei Viagra) älteren Männern und noch jungen Damen. Vor diesem „Viagra-Effekt“ auf die Rentenversicherung wurde in einer jüngst veröffentlichten Studie des Nationalen Sozialversicherungsanstalt (INSS) gewarnt. Durch diesen Trend, dass immer mehr Männer über 60 Jahre 30-jährige (oder noch jüngere) Damen heiraten, nimmt die Anzahlt der sehr jungen Witwen dramatisch zu. Diese haben natürlich nach dem Tod des Gatten Anspruch auf die reguläre Witwenrente. Nach der INSS Studie heiraten 2/3 der geschiedenen Männer nochmals, Männer die älter als 60 Jahre sind heiraten sogar noch öfter. Durch die steigende Lebenserwartung bedeutet dieses für die Rentenversicherung, dass es immer mehr junge Witwen gibt welche ca. 35 Jahre Anspruch auf die Witwenrente haben. Lt. der INSS Studie kann das brasilianische Rentensystem aber im Schnitt nur 15 Witwenrentenjahre leisten.

Grundsätzlich ist Viagra in Brasilien, genau wie in Deutschland rezeptpflichtig. Dennoch gibt es in Brasilien durch einen Trick Viagra frei verkäuflich in fast jeder Apotheke. Die Deutsche Rentenversicherung zahlt im Schnitt 523 € im Monat an Witwenrente, diese Rente wird durchschnittlich für 20 Jahre bei Witwen und 15 Jahre bei Witwern ausgezahlt. Heute haben ca. 5,5 Mio. Erwachsene in Deutschland Anspruch auf die Hinterbliebenenversorgung. In Deutschland ist bisher noch keine vergleichbare Studie bekannt. Allerdings wurde von den Marktforscher von IMS Health ermittelt, dass in 2006 ca. 1,86 Mio Packungen Viagra (oder auch Cialis und Levitra) in Deutschland verkauft wurden. Wenn die Preise pro Pille (ca. 15 €) etwas günstiger würden, könnte ich mir einen Effekt wie in Brasilien durchaus vorstellen.

Leave a Reply