Die NÜRNBERGER Krankenversicherung AG (auch NKV genannt), bemächtigte sich einer Methode, Kunden zu belohnen, die mit den Versicherungsresourcen gewissenhaft umgingen. Wer im Jahr 2008 keine Kosten für die NKV verursacht hatte, konnte mit einer Rückerstattung von bis zu 5 ½ Monatsbeiträgen rechnen. Kunden, deren Untersuchungen oder anderen medizinischen Leistungen sich auf Hausarztbesuche beschränkten, erhielten einen Monatsbeitrag zurück. So flossen im Sommer 09 knapp 12 Millionen € zurück an die Versicherungsnehmer. Um Beitragserhöhungen zu verhindern, stellte die NÜRNBERGER Krankenversicherung 6 Millionen € bereit. Eine Million Euro an Überschüssen, die der Pflegebereich der NKV erwirtschaftete, gingen zurück an die Kunden, sodass jeder Versicherungsnehmer in etwa 60 € bekam.
Trotz Finanzkrise und den Zugeständnissen der NKV an die Kunden, konnte die NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE (ein Teil der NKV, tätig im privaten Krankenversicherungssektor) ein solides Wachstum verzeichnen und bekam dafür sogar die Wertung sehr gut – in der Fachsprache als A+ bezeichnet. Verglichen zum Vorjahr erwirtschaftete die NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE 4,2 Prozent mehr. Dies bedeutete einen Anstieg auf 73 Millionen €. Der neue Geschäftsbereich konnte einen Zuwachs von 20% erzielen, sodass sich die Einnahmen auf 10 Millionen € beliefen.
Wobei meiner Meinung nach nicht die Beitragsrückerstattung maßgebend für die Wahl des Unternehmen bzw des Tarifes sein sollte, sondern die Frage, ob der Tarif die gewünschten Leistungen aufweist. Eine hohe erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung kann dann nur noch ein Sahnehäubchen oben drauf sein



