Obwohl die Finanzkrise auch in der Versicherungsbranche ihre Spuren hinterlassen hat, ist die Jahresbilanz der SIGNAL IDUNA Gruppe verhältnismäßig positiv. „Die SIGNAL IDUNA Gruppe steht trotz der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise auf sehr festen Fundamenten“, argumentiert Reinhold Schulte, Vorstandsvorsitzender der SIGNAL IDUNA Gruppe im Rahmen der Bilanzpressekonferenz.
Eine Erhöhung des Eigenkapitals der Personenversicherern war unter anderem dadurch zu erreichen, dass bei den Geldanlagen sehr auf Sicherheit geachtet hat. Und das Ergebnis kann sich bei der Krankenversicherung mit einer Steigerung von 15 Millionen € im Vergleich zum Vorjahr sehen lassen (von 370,3 auf 385,3 Millionen, das entspricht etwa 4,1%). Die Lebensversicherung der SIGNAL verbucht einen Zuwachs von 12 Millionen € im Vergleich zur Vorjahresbilanz. (von 263,6 Millionen auf 275,6 Millionen, was 4,6 % entspricht).
Vergleicht man die Geschäftsjahre 2007 mit 2008, so konnte der Überschuss von 53,5 Millionen € auf 60 Millionen € gesteigert werden. Rechnet man die abgeführten Gewinne mit ein, so ergibt sich eine Summe von 92 Millionen €, welche an Überschüssen im Jahr 2008 erzielt wurden. Das im Jahr 2007 auf Wachstum ausgelegte Firmenkonzept führte man mit positiven Ergebnissen bis heute fort. Zudem ist die SIGNAL IDUNA ambitioniert, offenstehende Möglichkeiten zur weiteren Expansion zu nutzen..
November 2008 übernahm die SIGNAL die DEURAG Deutsche Rechtsschutz-Versicherung AG, Wiesbaden und baute den Kompositversicherungsbereich aus. Das verschaffte der SIGNAL IDUNA Gruppe den Titel des achtgrößten Rechtsschutz-Versicherers in Deutschland. Seit dem 01.04.09 gehört der Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G., aus Hamburg ebenfalls zur SIGNAL IDUNA Gruppe. Man erinnere sich, wegen der Streitigkeiten mit der Bâloise Gruppe über die Zukunft der Töchter Deutsche Ring Leben- und Sachversicherung entschied sich der Deutsche Ring Krankenversicherung a.G. als Gelichordnungskonzern mit der Signal Iduna zu verschmelzen
Schulte begründete dies folgendermaßen: „Damit wollen wir die Vertriebskraft und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Gesundheitsmarkt weiter stärken.“ Weiterhin erklärt er: „Der Gesundheitsfonds hat keines der Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung gelöst. Er ist vom Start weg ins Defizit gerutscht und muss mit Steuermitteln gestützt werden. Wo soll der Staat, also der Steuerzahler, denn noch überall eingreifen? Wie in der gesetzlichen Rentenversicherung führt auch in der gesetzlichen Krankenversicherung kein Weg an mehr eigenverantwortlicher Vorsorge vorbei. Gefordert ist die politische Führungsleistung, dies den Bürgern offen zu sagen.“
Die deutsche Bevölkerung hätte dies begriffen und nicht wenige sichern sich auch privat ab. In den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres erhöhten sich die Einnahmen der SIGNAL Kranken um 39 % und die der Deutscher Ring Kranken um 49 %. Die Beiträge der Versicherungsnehmer schwemmten der SIGNAL IDUNA Gruppe 2008 4,6 Milliarden € ein (eine Erhöhung um 2,6 %).
Allerdings hatte die SIGNAL auch höhere Kosten zu verbuchen. So waren die Aufwendungen für die Versicherten im Jahr 2007 mit 1,1% um 6,7 % niedriger, als im Jahr 2008. Ende 2008 lag die Höhe der Gesundheitskosten bei 4,1 Milliarden €. Allerdings steuerte die SIGNAL auch dagegen und sparte 2008 mit einem Programm 22,4 Millionen € ein. 2007 konnten 35 Millionen € eingespart werden.
Der Bestand erhöhte sich auf 11,5 Millionen Personen, bzw. Verträge. Zuvor waren es 600.000 weniger. Die Vermögensanlagen wurden 2008 auf 40,2 Milliarden € erhöht (600.000€ weniger waren es zuvor). Stärker betroffen waren die osteuropäischen Länder, wie Polen, Ungarn und deren Währungen, welche im Vergleich zum Euro dementsprechend schwächer wurden. Dies machte sich auch bei den Einnahmen der SIGNAL in den dortigen Regionen bemerkbar. Arbeitsplätze mussten nahezu keine abgebaut werden.
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