Die privaten Krankenversicherungen haben sich trotz Krise ein beachtliches Polster schaffen können und die Altersrückstellungen auf einen neuen Rekordwert wachsen lassen. 144 Milliarden Euro seien in den Kassen, erklärte der Vorsitzende des PKV-Verbandes, Reinhold Schulte. Das entspricht einem Wachstum von zehn Milliarden Euro oder 8,5 Prozent. Fazit: Die Unternehmen sind finanziell gut aufgestellt – im Gegensatz zu den gesetzlichen Kassen, so Schulte.
Auch die weiteren Zahlen der PKV sind durchweg erfreulich. Insgesamt verfügen rund 8,8 Millionen Menschen über eine private Krankenversicherung. Hinzu kommen 21,7 Millionen Kunden, die bei den PKV eine private Krankenzusatzversicherung vereinbart haben, und 165.100 Versicherte mit einer Zusatz-Pflegeversicherung. Durch diese positive Entwicklung stiegen die Beitragseinnahmen um 3,7 Prozent auf 29,1 Milliarden Euro. Probleme bereitet den PKV momentan lediglich der starke Kostenanstieg im Gesundheitswesen. Der hat in den vergangenen Jahren zu recht deutlichen Beitragsanpassungen geführt.
Genau davor haben viele Versicherte der PKV Angst: Dass die Beiträge im Alter rasant steigen, wenn die Altersrückstellung nicht gesichert ist. Angesichts der jüngsten Zahlen scheint diese Sorge vorerst unbegründet zu sein. Die Kapitaldeckung kann sich sehen lassen und verschafft den privat Krankenversicherten ein gewisses Maß an Sicherheit. Der Verband der PKV sieht sich auf dem richtigen Weg: Das Modell private Krankenversicherung stehe sowohl für Sicherheit als auch die Bildung einer Zukunftsvorsorge.



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