Krankenzusatzversicherungen werden inzwischen per Prospekt beworben, das der Fernsehzeitung beiliegt oder als Postwurfsendung im Kasten landet. Insbesondere Zahnzusatzversicherungen sollen auf diesem Weg an den Mann und die Frau gebracht werden. Dass selbst Experten Probleme damit haben, die Tarifstrukturen zu entschlüsseln, ist dabei anscheinend völlig nebensächlich. Solange der Preis stimmt, kann man ja nicht viel falsch machen – lautet ein weit verbreiteter Irrglaube. Der Preis macht zwar viel aus, muss aber immer in Relation zur Leistung und der zukünftigen Prämie gesehen werden. Das gilt nicht nur für Zahnpolicen, sondern das gesamte Spektrum der Krankenzusatzversicherungen, ob nun ambulant, stationär oder als Baukastensystem.
Interessant und zum Teil auch empfehlenswert sind die Zusatzpolicen allemal, wenn man die karge Leistung der gesetzlichen Krankenkassen aufstocken möchte und nicht die Möglichkeit hat, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Wer jung und gesund ist, erhält den Zusatzschutz sogar recht günstig. Vorerkrankungen führen allerdings dazu, dass die Prämien steigen – ähnlich wie bei der PKV. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Krankenzusatzversicherung von einer gesetzlichen Kasse in Kooperation mit einer privaten Krankenversicherung angeboten wird oder es sich um ein reines PKV-Angebot handelt: Die Kalkulation der Prämie richtet sich nach den gleichen Kriterien.
Schon alleine aus dem Grund lohnt sich ein gezielter Vergleich. Denn gerade in diesem Segment herrscht ein reger Wettbewerb um Kunden. Berücksichtigt werden sollte dabei auch das Thema Altersrückstellung. Während die Unternehmen bei einer privaten Vollversicherung einen Teil der Prämie zurücklegen, damit die Beiträge im Alter nicht unnötig steigen, ist das bei Zusatzversicherungen nicht immer der Fall. Da kein Polster vorhanden ist, werden die Verträge im Alter teilweise deutlich teurer. Um von Anfang an auf Nummer sicher zu gehen, ist es besser, die Dienste eines erfahrenen Maklers in Anspruch zu nehmen und sich ausführlich beraten zu lassen. Das spart Geld und möglicherweise auch Ärger.



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