Nun, diese guten Noten der XXX sind sehr gut erklärlich. Die Krankenversicherung wurde vor ca. 20 Jahren gegründet. Wenn man davon ausgeht, dass damals das Eintrittsalter 30 Jahren war, sind die Versicherten heute im Schnitt 50 Jahre alt. Wenn man sich nun die Mühe macht den Kopfschaden zu berechnen, fällt auf, dass der Kopfschaden im Durchschnitt erst ab ca. 60-65 Jahren erheblich ansteigt. Das bedeutet, die überwiegende Anzahl der Kunden der XXX ist doch gesund und munter. Von daher kann man davon ausgehen, dass die meisten Kunden noch keine schwere Erkrankung oder Gebrechlichkeit erlitten haben. Wenn aber die meisten Kunden gesund sind, dann haben diese natürlich auch keinen Grund sich über ihre private Krankenversicherung zu beschweren. Die Konsequenz aus dem gesagten ist natürlich, dass den Kunden erst viel, viel später wenn sie nämlich im Alter krank werden bewusst wird, was sie gekauft haben.
In 20 oder 30 Jahren wird sich zeigen was von den Leistungen und der Tarifpolitik der XXX zu halten ist. Ich gehe davon aus, dass es dann für die Kunden der XXX ein böses Erwachen gibt. Alleine wenn ich das Thema Psychotherapie anschneide, hier werden zur Zeit von der XXX 30 Tage im Jahr Psychotherapie erstattet. Wenn man nun das Pech hatte einige Monate in einer entsprechenden Einrichtung untergebracht zu sein, erhält man nach einem Monat einen netten Brief in dem mitgeteilt wird, dass nun das Kontingent für dieses Jahr erschöpft ist. Die restliche Zeit darf der XXX Kunde aus eigener Tasche bezahlen. Gehen wir nur von einem Tagessatz von 200 € aus, was nicht hoch gerechnet ist, liegen wir im Monat bei Kosten von 6000 €. Ich denke da kommt für die Betroffenen viel Freude auf.
Das Problem ist, dass die Versicherten eigentlich gar nicht wissen was sie gekauft haben. Ich finde es komisch, wenn man sich damit beschäftigt einen Kühlschrank oder ein Auto zu kaufen, rennt man tage- oder wochenlang durch die Gegend, um sich das beste Produkt zu kaufen. Wenn man sich eine Lebensentscheidung für eine private Krankenversicherung befasst, soll das Ganze nur maximal eine halbe Stunde oder wenn es geht noch kürzer sein. Ich denke, da sollten die Prioritäten etwas anders gesetzt werden. Wichtig in der privaten Krankenversicherung ist es für jeden der sich damit beschäftigt zu wissen, welche Leistungen es gibt und welche er/sie davon haben möchte. Das bedeutet, ein Interessent sollte sich im ersten Gespräch erst einmal über die Möglichkeiten der privaten Krankenversicherung informieren und dann nach einem Vergleich, der die gewünschten Leistungen beinhaltet, in einem zweiten Gespräch besprechen welcher Tarif am besten zu ihm/ihr passt. Dies ist meine Vorgehensweise.



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