Die Hallesche Krankenversicherung machte sich in den letzten Monaten vor allem durch Beitragsrückerstattungen einen Namen. Derartige Rückzahlungen sind durch die Leistungsfreiheit möglich, wenn der Kunde keine Rechnungen einreicht. Dieses Jahr wurden 39 Millionen Euro an die 84.400 Versicherten ausgeschüttet. Verglichen zum Vorjahr 2009 sind dies 3,6% mehr. Gelobt wurde vor allem das besonders ökonomische Verhalten der Kunden, welches sich vom Kalenderjahr 2008 auf 2009 deutlich verbessert hat, wodurch die Steigerung der Rückzahlungen auf 3,6% erst möglich wurde.
Otmar Abel, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende, äußerte sich wörtlich über die positive Entwicklung: „Die Bedeutung der Beitragsrückerstattung wächst von Jahr zu Jahr und ist ein Zeichen für das zunehmend kostenbewusste Verhalten unserer Kunden. Dies lohnt sich in doppelter Hinsicht: Die Versicherten erhalten bis zu drei Monatsbeiträge zurück und gleichzeitig wirkt sich ein hoher Anteil leistungsfreier Kunden positiv auf die Beitragsentwicklung aus, wovon die gesamte Versichertengemeinschaft profitiert“.
Auch für das Kalenderjahr 2010 wird ein Teil der Gewinne und Überschüsse an die Kunden zurückgeführt.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten der Beitragsrückerstattung (BRE):
- Die erfolgsabhängige BRE (eBRE), diese wird von dem Versicherer von Jahr zu Jahr neu festgesetzt und kann auch verändert werden, je nachdem wie es dem Versicherer wirtschaftlich geht. Allerdings macht es keinen Sinn die eBRE zu kürzen, weil dann der Schaden (sprich es werden eben mehr Rechnungen eingereicht) und damit auch die notwendigen Verwaltungskosten um die Schäden zu bearbeiten, steigt. Allerdings kommt es hin und wieder vor, dass einzelne PKV Gesellschaften die eBRE streichen.
- Die garanierte BRE, diese ist vertraglich festgelegt und der Versicherer muss diese Vertragsleistung, koste es was es wolle, auch auszahlen



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