PKV der AXA wird deutlich teurer

Weiter geht es: Wie befürchtet, ziehen die Preise bei den privaten Krankenversicherungen zum kommenden Jahr teils deutlich an (wir berichteten mehrfach). Inzwischen liegen mehrere Zahlen vor, unter anderem von der AXA PKV. Das Unternehmen dreht ziemlich kräftig an der Preisschraube und macht sich damit auch bei den Maklern keine Freunde. Unter dem Strich steht bei einigen Verträgen ein Plus von über 20 Prozent. Ein Wert, den Experten mit „besorgniserregend“ kommentieren. Im Schnitt bewegen sich die Anpassungen mit 5,5 Prozent allerdings auf einem ganz passablen Niveau.

Letztlich kommt es darauf an, welcher Tarif gewählt wurde, um wie viel tiefer in die eigene Tasche gegriffen werden muss. In dem Punkt unterscheidet sich die private Krankenversicherung der AXA nicht von den übrigen PKV. Besonders betroffen von den neu berechneten Beiträgen sind AXA-Kunden im Vollversicherungstarif Vision 1F. Hier steht bei Männern und Freuen ein Plus von 22 Prozent zu Buche. Noch härter trifft es Versicherte im Tarif Vital 750. Männer müssen durchschnittlich 24 Prozent mehr berappen, Frauen immerhin 16 Prozent.

Die Gründe für die massiven Beitragsanpassungen bei der AXA sowie einigen anderen PKV müssen nicht lange gesucht werden: Die Kosten im Gesundheitswesen sind gestiegen. Das betrifft die reinen Behandlungs- ebenso wie die Arzneimittelkosten. Darüber hinaus fließt eine Reihe weiterer Aspekte in die Kalkulation ein, unter anderem die neue Sterbetafel. Die Deutschen werden älter, was bei der Altersrückstellung berücksichtigt werden muss. Außerdem: Wenn sich eine private Krankenversicherung bislang mit höheren Beiträgen zurückgehalten hat, wird sie jetzt vermutlich einen deutlich größeren Sprung machen müssen. Das sollte jedoch nicht dazu verleiten, sofort die Sonderkündigung in Angriff zu nehmen. Ein Wechsel will gut überlegt sein und wird am besten mit einem Profi besprochen.

Ihre Meinung ist uns wichtig

*