Die Kritik an den zu hohen Provisionen für die Vermittlung von Neukunden in eine private Krankenversicherung trägt erste Früchte.
Nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aktiv geworden ist und die CDU eine Deckelung der Vergütung auf maximal zwölf PKV-Monatsbeiträge verlangt hatte, geht der Bundesverband der Versicherungsberater noch einen Schritt weiter. Gegenüber dem Handelsblatt erklärte Verbandspräsident Stefan Albers, dass höchstens sechs oder sieben Monatsbeiträge gezahlt werden dürften. Noch sinnvoller, auch im Interesse der Versicherten, sei ein Laufzeitmodell.
In der Regel handele es sich um die „schlechten“ Verträge, bei denen die höchsten Prämien vergütet werden – zwischen 14 und 18 Monatsbeiträge. Aus Sicht von Stefan Albers verzerren derlei Modelle die Beratung teils erheblich und belasten darüber hinaus das Versicherungskollektiv. Denn jeder Euro Provision werde später auf den Beitrag aufgeschlagen.
Für eine bessere und gezieltere Beratung sei es dringend nötig, die Provisionen deutlich zu reduzieren. Nur so sei gewährleistet, dass wieder die Interessen der Kunden in den Mittelpunkt rücken und nicht das reine Provisionsinteresse der Makler und Vermittler. Auch die Abwerbung innerhalb der privaten Krankenversicherungen würde auf diese Weise eingedämmt.
Der Bundesverband spricht sich daher für klare Regel aus. Lob gibt es diesbezüglich unter anderem für die PKV der HUK-Coburg und der Debeka, die sich nicht an der „Provisionsspirale“ beteiligen. Denn letztlich seien hohe Zahlungen sowohl unvernünftig als auch „ein schlechtes Geschäft zulasten Dritter“.
Abhilfe, unter anderem in Form stabilerer Beiträge, könnte ein völlig neues Vergütungssystem schaffen: das Laufzeitmodell mit eindeutiger Begrenzung. Dieses System ist vor allem auf Nachhaltigkeit ausgelegt und soll das Umdeckungsgeschäft unattraktiver machen. Die Idee ist recht einfach: Je länger ein Kunde bei der privaten Krankenversicherung bleibt, desto lukrativer ist die Vermittlung für den Berater. Damit das funktioniert, muss die Beratungstätigkeit auf Qualität fußen.



meine 20 Jahre erfahrungen mit der PKV kommen nur zu dem schluss: vor einer PKV ist unbedingt abzuraten.
ständige drastische Beitragserhöhungen .
Als rentner ist die Armut aufgrund einer PKV vorprogrammiert. es sei denn es ist eine größeres vermögen vorhanden
Hallo Alfred,
zu diesem Thema gibt es viel zu sagen:
1. Sind die Beiträge in der GKV auch entsprechend gestiegene
2. Gibt es in der PKV die Möglichkeit der Tarifoptimierung, da müsst man mal sehen was es für Möglichkeiten gibt.
3. Sollte für einen Wechsel in die PKV die eingekaufte Leistung das entscheidende Kriterium sein.
4. Dann ist die PKV in jungen Jahren auch wesentlich günstiger als die GKV , da stellt sich natürlich die Frage, was habe sie mit dem Geld gemacht. Ich empfehle jedem Kunden eine Rückdeckung abzuschließen um genau Ihre Situation zu vermeiden.
VG
Manfred