Mitglieder flüchten aus der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK)

Nach einem Bericht in der “Berliner Zeitung” soll die DAK in 2010 etwa 500.000 Versicherte verloren haben. Nach dem im Gegenzug aber 200.000 Versicherte neu hinzu gewonnen werden konnten, bleibt immer noch ein Mitgliederschwund von etwa 300.000 Versicherten übrig, sagte der Vorstand der DAK Herr Herbert Rebscher. Diese Entwicklung hat natürlich auch erhebliche Konsequenzen für die Beschäftigten der DAK. Herr Rebscher sprach in dem Bericht von einem erheblichen Arbeitsplatzabbau: “Wir haben seit 2004 rund 3000 Stellen sozialverträglich abgebaut, auch in diesem Jahr werden wir Personal abbauen.”

Auch die Schließung von ganzen Geschäftsstellen steht zur Disposition, konkret wurde der DAK Chef aber nicht werden.
Nach einem Defizit in 2010 rechnet er mit einem Überschuss von knapp 200 Millionen € für 2011. In diesem Zusammenhang sprach er sich auch für die Einleitung des Inkassoverfahrens gegen etwa 220.000 Mitglieder aus, welche den Zusatzbeitrag bisher nicht geleistet hätten, darüber habe ich erst berichtet. Säumige Mitglieder müssen zukünftig mit einem Besuch des Zolls rechnen, der die fehlenden Beiträge eintreibt. Für die Betroffenen wird es dann teuer, da einmal die Krankenkasse den säumigen Mitgliedern mindestens 20 € in Rechnung stellt und „auch die Hauptzollämter, die wir mit dem Inkassoverfahren beauftragt haben, ihren Aufwand den säumigen Mitgliedern in Richtung stellen”, sagte Rebscher.

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