Kombinationen verschiedener Policen unter einem Dach sind in der Versicherungsbranche schon seit Jahren üblich und bei Kunden durchaus beliebt. Die Continentale hat jetzt ein völlig neues Pärchen gebildet. Das Unternehmen vereint die Berufsunfähigkeitsversicherung, die als ein der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen gilt, mit einem Optionstarif für die private Krankenversicherung. Der Vorteil: Die Gesundheitsfragen müssen nur einmal beantwortet werden. Steht dann später der Wechsel von der gesetzlichen Kasse in die PKV an, ist keine erneute Gesundheitsprüfung nötig und gilt der Status quo zum Zeitpunkt, als der Vertrag unterschrieben wurde.
In einer Pressemitteilung erklärt das Unternehmen die Innovation folgendermaßen: „Als erster deutscher Versicherer bietet die Continentale jetzt ihre Berufsunfähigkeits-Vorsorge Premium zusammen mit der Option AV-P1 auf eine private Krankenversicherung an.“ Der Kunde profitiere sofort von der elementaren Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit und könne später „ganz unkompliziert“ eine private Krankenversicherung abschließen. Dr. Dr. Michael Fauser vom Continentale-Vorstand sieht die BU-Vorsorge damit um eine „wichtige Zukunftsoption erweitert“. Sein Kollege Dr. Christoph Helmich ergänzt, dass es sich um einen ganzheitlichen Beratungsansatz handle, der eine langfristige Kundenbeziehung mit jungen Leuten ermögliche.
Interessant ist die Liaison aus BU-Schutz und der Möglichkeit, später in die private Krankenversicherung zu wechseln, allemal. Vorausgesetzt, die PKV kommt als Alternative zur gesetzlichen Krankenkasse infrage. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte ohnehin abgeschlossen werden. Dazu raten der Bund der Versicherten und auch die Verbraucherzentralen. Sie räumen der BU-Vorsorge absolute Priorität ein. Ob das auch für die Kombination mit einem Anwartschaftstarif gilt, sei dahingestellt. Wer sich schon früh für dieses Doppel entscheidet, kann zumindest darauf bauen, dass nur die Krankheitsbilder bei der Kalkulation berücksichtigt werden, die bei Abschluss des Vertrages festgestellt wurden.
„Mit dem AV-P1 sichert sich der Kunde für kleines Geld zum Abschlusszeitpunkt das Recht, später ohne erneute Gesundheitsprüfung und Wartezeiten einen privaten Krankenvoll- oder Ergänzungsversicherungsschutz zu bekommen“, so die Continentale. Wann in die PKV gewechselt wird, liegt ganz beim Versicherten. Er kann die Option in fünf, zehn oder auch 15 Jahren ziehen. Diese Möglichkeit endet mit dem 50. Lebensjahr. Angeboten wird das Kombi-Produkt für Kunden bis maximal 45 Jahren. Entscheidend: Die Anwartschaft ist an die Berufsunfähigkeitsversicherung gebunden.



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