Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, heißt es. In welche Richtung es bei der privaten Krankenversicherung gehen muss, um nicht irgendwann im Abseits zu landen, hat Rolf Bauer, Chef der Continentale, im Rahmen des PKV-Forums vor rund 1200 Spezialisten aufgezeigt. Er fordert mehr Transparenz, um das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung auch in Zukunft sicherzustellen.
Dass die Branche derzeit auf wackeligen Beinen steht, führt der Continentale-Chef zum einen auf die Diskussion um eine mögliche Bürgerversicherung, aber auch auf eigene Versäumnisse zurück. Das Ergebnis sei eine „fast düstere Untergangsstimmung“ in der PKV. Um wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen und für eine nachhaltige Sicherung des Gesundheitssystems würden „sowohl eine starke und gesunde gesetzliche Krankenversicherung als auch eine ebenso aufgestellte PKV“ benötigt.
Zwei Szenarien seien denkbar – beide ganz gewiss nicht im Sinne der PKV: Im schlimmsten Fall würde die private Krankenversicherung zugunsten einer Bürgerversicherung abgeschafft. Den Unternehmen bliebe dann nur noch das Geschäft mit den Zusatzversicherungen. Die zweite Option ist nicht minder unerfreulich: Die Systeme nähern sich an, verschmelzen aber nicht miteinander. Rolf Bauer begründet seine Zukunftsprognosen zum einen mit den Problemen der GKV auf der Einnahmeseite. Zum anderen werde bei Reformen zu wenig Rücksicht auf die Besonderheiten der PKV genommen.
An dritter Stelle führte Rolf Bauer Unverständnis und Vorurteile gegenüber den PKV-Prinzipien auf und zeigt sich in dieser Hinsicht durchaus selbstkritisch. Die negative Stimmung beruhe unter anderem auf den unzureichenden Leistungen in den Billigtarifen, der Zwei-Klassen-Medizin, der Provisionsabzocke und den Prämiensteigerungen im Alter. „Die private Krankenversicherung muss mehr Transparenz in ihre Andersartigkeit bringen“, sagt der Chef der Continentale. Zudem sorge die Abwerbung von Kunden untereinander – inzwischen gebe es mehr Zugänge von anderen PKV als aus den Reihen der gesetzlichen Kassen – für ein schlechtes Bild. Werde diese Umdeckungsmaschinerie durch Provisionsinteressen angetrieben, gelte es, diese Ausuferungen sofort zu beseitigen.



Welche Möglichkeiten hab Ich wenn Ich PKV bin als selbst. und in der Schwangerschaft nicht mehr arbeiten darf/ kann ( AU+ beschäftigungsverbot) , Ich also quasi keinerlei Einkommen habe?? Auch fuer Mutterschutzfristen u elternzeit? Wie soll Ich dann meine Beiträge zahlen?? Krieg noch nichtmal Krankentagegeld, da Ich eine Risiko- Schwngerschaft( Zwillinge) habe u meine PKV sich das ausgeklammert hat!!! Echt der Wahnsinn.
Hallo Manfred,
ich bin mir nicht sicher, daß ich es richtig verstanden haben mit dem Austritt aus der PKV. Folgendes: Mein Mann ist selbständig – ca 12 Jahre, davon seit 10/2006 in die PKV gewechselt. Sein Einkommen liegt unter der Beitragsbemessungsgrenze und er ist erst 51 Jahre. Hat also die Möglichkeit wieder in die GKV zu wechseln. Oder wo könnte das Problem liegen.
Danke für deine Hilfe
Gruß Kerstin
@ Kerstin: ich habe gehört dass dass NICHT mehr ohne weiteres möglich ist, da ihr Mann ja nun in die PKV anstatt in die gesetzliche einzahlt. Ein Bekannter von mir erwähnte aber ein “Schlupfloch”…
Deswegen auch meine Frage an Manfred: geht ein Wechsel zurück in die GKV?
Besten Dank,
Marco H.
Hallo Nadine,
aus beruflichen Gründen kann ich bisher nicht dazu die Fragen zu beantworten, dafür bitte ich um Verständnis.
Das ist ein Problem, wo ich heute auch nicht weiterhelfen kann. Diese Fragen hätten vor dem Wechsel in die private Krankenversicherung wie das Beratungsgespräch gehört.
VG
Manfred
Hallo Kerstin,
aus beruflichen Gründen kann ich bisher nicht dazu die Fragen zu beantworten, dafür bitte ich um Verständnis.
Grundsätzlich gibt es bis zum vollendeten 55. Lebensjahr immer den Weg zurück in die gesetzliche Krankenkasse. Die Voraussetzung ist nur ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis.
Das bedeutet wenn ihr Gatte sich anstellen lässt mit einer Beschäftigung unter der Jeag, ist er in der GKV versicherungspflichtig. Einen anderen Weg zurück gibt es nicht.
VG
Manfred
Hallo Marco
aus beruflichen Gründen kann ich bisher nicht dazu die Fragen zu beantworten, dafür bitte ich um Verständnis.
Der Weg zurück in die gesetzliche Krankenkasse ist grundsätzlich bis zum vollendeten 55. Lebensjahr durch Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit möglich. Offiziell gibt es kein anderes Schlupfloch, wobei es immer eine Einzelfallentscheidung der jeweiligen GKV sein kann.
VG
Manfred
Hallo Manfred,
kann die JAEG durch Riester, max Betrag 2100 € pro Jahr und eine betriebliche von mir eingezahlte Rentenversicherung max 370 € pro Monat gemindert werden?
ICh habe eine zusätzliche betriebliche Rentenversicherung, die mein AG für mich abgeschlossen, sehr geringe Rente von 20 € pro Monat im rentenalter. Wird diese bei der Betriebliche Rentenversicherung bei meiner max 370 € pro Monat Einzahlung, irgendwie berücksichtigt?
Was alles zählt zum JAEG?
Wo steht das gesetzliche dazu?
Vielen Dank für Deine ehrlichen Antworten und Danke, daß Du dieses Forum immer wieder bereicherst.
Gruß,
Dirk.
Hallo manfred,
als Ergänzung zum am 31 okt geschriebenen, kann das Einkommen JAEG auch durch Spenden gemindert werden?
Schönen Feiertag,
Dirk.
Hallo Dirk,
die Beiträge für eine betriebliche Altersvorsorge müssen von dem Einkommen abgezogen werden, da diese nicht zur JAEG zählen.
Priester ist in Bezug auf die JAEG bedeutungslos.
Zur JAEG zählen alle Einkünfte die mit hinreichender Sicherheit auch zukünftig gewährt werden, außer Einkünfte die aufgrund von Familienzuschlägen gezahlt werden.
Grundlage ist SGB V§ 6 (1)1 und diverse Rundschreiben des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen.
Ich hoffe diese Aussagen sind ausreichend, falls nicht können wir diese Themen gerne nochmal telefonisch besprechen.
VG
Manfred