Neues aus der Politik.

Oktober 29th, 2005 by Manfred | No Comments | Filed in Allgemeines

Nach einem Bericht der Berliner Zeitung hat der wissenschaftliche Beirat einen Vorschlag gemacht nach dem alle Versicherten die Krankenversicherung frei wählen können. Dazu soll die Private Krankenversicherung Basistarife anbieten in die alle versicherungspflichtigen Personen frei und ohne Gesundheitsfragen wechseln können.

Es soll offen bleiben ob und wie eine der bekannten Modelle (Bürgerversicherung oder Kopfpauschale) eingeführt wird. Dies solle den Wettbewerb stärken, grundsätzlich wäre dies meiner Ansicht ein großer Fortschritt. Man darf gespannt sein ob und wie dieser Vorschlag umgesetzt wird.

Leider verhindert der Risikostrukturausgleich (RSA) einen echten Wettbewerb unter den gesetzlichen Krankenversicherern. Zu befürchten ist, dass so durch die Hintertür eine Einheitsversicherung ohne Wettbewerb ins Leben gerufen wird, wenn die Politik dann auf die Idee kommt den RSA auch auf die privaten Krankenversicherungen auszudehnen (liegt ja auf der Hand), dann würde auf diesem Wege eine Einheitsversicherung entstehen und unter Umständen die Private Krankenversicherung finanziell ausbluten um das Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung zu decken.

Dazu kommt auch der Amtsschimmel noch zu seinem Recht. Statt das man eine einfaches System der Beitragserhebung übernimmt. Einfach wäre z.B. dass man wie auch heute schon in der privaten Krankenversicherung der Fall ist, dass der Arbeitgeber einen Zuschuss zur Krankenversicherung mit dem Gehalt auszahlt. Nein das wäre für Deutschland zu einfach, es soll eine Behörde als Zentrale Inkassostelle eingeführt werden, diese soll einheitlich die Beiträge von allen Arbeitgebern einziehen um diese dann den Arbeitnehmern als Gutschrift für die Krankenversicherung wieder zurück zu überweisen, irgendwie fällt mir dazu nichts mehr ein, außer vielleicht der positive Effekt auf den Arbeitsmarkt.

Weitere Infos unter
www.krankenkassen-direkt.de/news/news.pl

Auf den Hund gekommen.

Oktober 24th, 2005 by Manfred | 4 Comments | Filed in Kurioses, Persönliches

Vorsicht! Bissiger Hund.Heute möchte ich eine Anekdote mit einem Hund, dem Liebling aller Außendienstler und Postboten, aus meiner Außendienstzeit bei der Hamburg Mannheimer erzählen. Das ganze hat sich vor rund 7 Jahren zugetragen.

Ich wollte in einem Dorf einen Kunden besuchen. Als ich die Straße (neben einem Bauernhof) entlang fuhr, habe ich in einem Hof schon von weitem einen Schäferhund gesehen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mir noch nichts dabei gedacht. Ich stellte mein Auto ab und suchte die Hausnummer. Und wie es kommen musste, natürlich war es die Hausnummer mit dem Schäferhund. Ich war noch ca. 30 Meter entfernt (bin frontal auf das Tor zugelaufen), da kam das Vieh schon knurrend, bellend und Zähne fletschend auf das Tor zu gerannt. Ich traute mich nicht so recht näher, da der Hund mit den Vorderläufen auf dem Tor mit dem Kopf schätzungsweise 2 Meter hoch war. Aus sicherer Entfernung versuchte ich eine Klingel zu entdecken, konnte aber keine finden.

Nun sah ich in dem nebenan liegenden Hof einige ältere Menschen beim Plauschen, die mich schon sehr belustigt anschauten. Ich ging zu Ihnen hin und fragte, wo denn die Klingel meines Kunden sei. Einer sagte ganz lapidar: “Sie müssen einfach durch das Tor und bis nach hinten gehen, dann rechts um die Ecke ( ich sah die anderen schon grinsen), dort ist die Klingel”. Da hab ich den nur recht ungläubig angesehen und ich bekam unter schallendem Gelächter die Antwort: “Da kommen Sie aber nicht hin!”

Ich zog es vor meinen Kundenbesuch zu verschieben ;-)

Stand der Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse

Oktober 13th, 2005 by Manfred | 72 Comments | Filed in Allgemeines

Auf Grund der vielen Nachfragen möchte ich mich heute dem Stand der Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse zuwenden.

Grundsätzlich haben Anspruch auf Familienversicherung der Ehepartner, der Lebenspartner (steht so in § 10 SGB 5 ohne genau zu definieren was darunter zu verstehen ist) und Kinder von Versicherten wenn diese:

  1. Ihre Wohnung (regelmäßiger Aufenthalt) im Inland haben
  2. nicht freiwillig versichert sind
  3. nicht versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht befreit sind
  4. nicht hauptberuflich selbständig erwerbstätig sind
  5. Das Einkommen unter einem Siebtel der Bezugsgröße liegt

Kinder sind versichert

  1. bis zum Vollendetem 18 Lebensjahr
  2. bis zum Vollendetem 23 Lebensjahr wenn nicht erwerbstätig
  3. bis zum Vollendetem 25 Lebensjahr wenn in Schul- oder Berufsausbildung
  4. Ohne Altersgrenze bei Behinderten Menschen

Weiterhin ist zu beachten:

  1. Wenn beide Eltern in der gesetzlichen Krankenkasse sind, dann ist das Einkommen der Eltern gleichgültig, die Kinder haben Anspruch auf die Familienversicherung
  2. Wenn ein Partner in der privaten Krankenversicherung versichert ist und der andere Partner weiterhin in der gesetzlichen Krankenkasse, dann hängt es vom Einkommen ab wie die Kinder versichert werden können. Wenn beide Partner unter der Jahresarbeitsentgeldgrenze verdienen, dann besteht weiterhin Anspruch auf Familienversicherung wenn der gesetzlich versicherte das höhere Einkommen hat. Wenn der Privatversicherte ein höheres Einkommen hat als die Jahresarbeitsentgeldgrenze dann müssen die Kinder entweder mit eigenem Beitrag in der gesetzlichen Krankenkassen versichert sein, oder in der privaten Krankenversicherung versichert werden
  3. Wenn der Gesetzlich Versicherte über der Jahresarbeitsentgeldgrenze verdient und somit freiwillig versichert ist und der Ehepartner Privat versichert ist besteht auch solange Anspruch auf Familienversicherung wie das Einkommen des Privat Versicherten unter dem des freiwillig Versicherten liegt.

Die Frage ist nur wie lange diese Regelung noch beibehalten wird, es wird spannend in Berlin
Manfred Walter

PKV Wechsel

September 29th, 2005 by Manfred | 11 Comments | Filed in Allgemeines

Nun steht mal wieder die Zeit an in der die meisten privaten Krankenversicherungen ihren Kunden die Mitteilung über eine vom Treuhänder genehmigte Beitragsanpassung zusenden. Für einige Versicherte stellt sich die Frage ob ein Wechsel in eine andere private Krankenversicherung sinnvoll ist. Nach meiner Ansicht sollte mit diesem Thema sensibel umgegangen werden, da bei einem Wechsel in eine andere private Krankenversicherung nach heutigem Recht die Altersrückstellungen und der gesetzliche Zuschlag verloren gehen, es gibt seitens des Gesetzgebers Bestrebungen dies zu ändern, aber wann sich hier eine Bewegung abzeichnet bleibt abzuwarten. Wenn sich ein Kunde nun entschließt trotz der genannten Nachteile einen Wechsel zu vollziehen, sind zwei wesentliche Punkte zu berücksichtigen:

  1. Die Gesundheitsfragen müssen sehr sorgfältig beantwortet werden, im Zweifel lieber noch mal beim zuständigen Arzt nachfragen. Sonnst kann es passieren, dass die neue private Krankenversicherung wegen einer nicht genannten Erkrankung entweder den Vertrag wegen einer sog. vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung kündigt oder ein Angebot mit einem erheblichen Risikozuschlag unterbreitet. Selbstredend ist, dass es in beiden Fällen besser gewesen wäre in der alten PKV zu bleiben.
  2. Ein ganz wichtiger Punkt ist der technische Ablauf, gerade dann wenn es auf das Ende der Kündigungsfrist zugeht. Auf gar keinen Fall dürfen Sie Ihre bestehende Krankenversicherung kündigen bevor Sie die Annahme der neuen Privaten Krankenversicherung vorliegen haben. Sonst kann es passieren, dass die Kündigung rechtswirksam ist und der Kunde bevor er die Annahmeerklärung vorliegen hat sehr krank wird oder einen Unfall hat. In einem solchen Falle wird die gewünschte Gesellschaft den Antrag ablehnen und der Kunde steht ohne Krankenversicherungsschutz da und hat vielleicht auch keine Möglichkeit mehr einen solchen zu bekommen.

Im Laufe der Zeit habe ich schon einige Mandanten, welche wegen einer der oben genannten Punkte keine Krankenversicherung mehr hatten, konkret beraten müssen. In vielen Fällen gibt es überhaupt keine Möglichkeit mehr einen Versicherungsschutz zu bekommen.

Ein paar Worte zur Krankenversicherung

September 28th, 2005 by Manfred | No Comments | Filed in Allgemeines

Nach der Wahlkampfschlacht, bei der es eigentlich nur um Herrn Schröder und Frau Merkel ging, wird uns als Wähler nun eigentlich wieder klar, dass wir nicht den Bundeskanzler wählen sondern „ nur“ den Bundestag. Ein Witz wäre nun, wenn die beiden großen Parteien eine Koalition ohne die Spitzenkandidaten vereinbaren. Wäre sehr spannend wer dann das Rennen machen würde. Nun wenn es, so wie es z. Zt. aussieht, auf eine große Koalition hinausläuft, stellt sich die Frage was passiert mit dem Gesundheitssystem und in dem Zusammenhang natürlich mit unserem Thema der privaten Krankenversicherung. Ich meine, dass die beiden vor der Wahl abgelieferten Modelle für eine Reform untauglich sind.

  1. Bürgerversicherung:
    Wenn alle versichert werden wollen alle auch Leistung haben. Unsere gesetzliche Krankenkasse funktioniert u.a. wegen der zu erwartenden demographischen Entwicklung nicht mehr, das ist nun ein Hauptgrund für den Reformbedarf. Wenn nun alle in diesem System zwangsverpflichtet werden wird sich das Problem der Demographie in die Zukunft verlagern um dann noch größere Probleme zu verursachen.
  2. Kopfpauschale
    Wenn man den Fachleuten glauben darf ist die Finanzierung mit den bisher in Frage kommenden Pauschalbeträgen in keinem Falle gesichert, also haben wir sofort ein Problem zu lösen.

Nun stehen sich die beiden Systeme sehr unversöhnlich gegenüber. Was ist für die Politik die einfachste Lösung? Wenn es zu einer großen Koalition kommt wird m. E. keins der beiden Systeme Wirklichkeit. Was bleibt ist eine weitere Kostensenkung und Erhöhung der Selbstbeteiligung in der gesetzlichen Krankenkasse. Vielleicht wird auch der Zugang in die Private Krankenversicherung weiter erschwert.

Ein Grund mehr sobald wie möglich in die private Krankenversicherung zu wechseln.
Grüße und alles Gute
Manfred Walter

Hohe Zufriedenheitswerte für private Krankenversicherung

September 25th, 2005 by Manfred | 2 Comments | Filed in News

Obwohl die Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung in der jüngeren Vergangenheit deutlich zurückgegangen sind, sind 72 Prozent der Deutschen mit den Leistungen ihrer Krankenversicherung grundsätzlich zufrieden. Das ergab eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Finanzdienstleisters MLP.

  • Die Allensbach-Umfrage ergibt sehr hohe Zufriedenheitswerte für private Krankenversicherungen
  • 47 Prozent der gesetzlich Versicherten rechnen mit einem zurückgehenden Leistungsniveau in ihrer Versicherung

Weitere Details gibt es direkt bei MLP unter dem Titel Privat Versicherte beurteilen Leistungsniveau positiver als gesetzlich Versicherte oder in einer etwas plastischeren Form beim Versicherungsjournal: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Krankenversicherung?

Gestatten Walter, Manfred Walter

September 25th, 2005 by Manfred | 41 Comments | Filed in Persönliches

Zum Auftakt unseres neuen Weblogs möchte ich mich zuerst einmal persönlich vorstellen. Mein Name ist Manfred Walter, ich bin am 23.02.1959 geboren und seit dem 10.10.1983 verheiratet. Wir haben 3 Kinder, 2 Jungs (Manuel und Florian) 1988 und 1993 und ein Mädchen (Stefanie) 2001 geboren. Wir leben im schönen Rückersdorf in der Nähe von Nürnberg.

Mein Hobby ist das Schachspiel, hier bin ich und die beiden Jungs auch im Verein aktiv (hoffe Steffi folgt hier auch noch, ist schon kräftig am üben). Mein Mittlerer, der Florian, ist der wahre Überflieger, er spielt nun seit ca. 2,5 Jahren und hat schon etliche Pokale gewonnen. Sein größter Erfolg war der 1. Platz in der bayerischen Schnellschachmeisterschaft 2004 in der U12. Wenn das so weitergeht muss ich mich wohl bald warm anziehen ;-)

Ich bin seit 1987 in der Versicherungsbranche zuerst haupt-, dann nebenberuflich tätig. Seit März 1997 bin ich hauptberuflich zuerst als Ausschließlichkeitsvertreter, seit 2000 als Versicherungsmakler. Meine berufliche Ausbildung begann 1998 in der Ausschließlichkeit in Form der Ausbildung zum Versicherungsfachmann (BWV), dies ist im Bereich der Ausschließlichkeit die Standardausbildung. Als ich mich als Versicherungsmakler etabliert habe und auch im Zuge der zu erwartenden Vermittlerrichtlinie habe ich mich für einen weiteren Ausbildungsgang entschieden. Im April 2004 habe ich nach einer einjährigen Ausbildungsphase den Fachberater für Finanzdienstleistungen (IHK) mit Erfolg abgeschlossen.

Seit meinem Ausstieg aus der Ausschließlichkeit habe ich mich auf das Thema private Krankenversicherung spezialisiert. Meine Internetseite, die PKV-Financial ist seit August 2003 im Netz. Nun biete ich meine Dienstleistung im Bereich der Privaten Krankenversicherung bundesweit an. Die Beratung geschieht entweder durch kompetente Makler vor Ort, oder ich in Form einer telefonischen Beratung. Die notwenigen Informationen werden dann per Mail an den Interessenten geschickt und die Unterlage der daraus resultierenden privaten Krankenversicherung werden dem Kunden mit der Post zugesandt. Bei den Unterlagen befinden sich natürlich der Antrag, das Beratungsprotokoll und ein Maklervertrag. Falls ein Maklervertrag nicht gewünscht wird dann ohne Beratungsprotokoll und Maklervertrag, aber mit einer Verzichtserklärung.

Der wesentliche Unterschied zwischen einem Versicherungsmakler und einem Ausschließlichkeitsvertreter ist der, dass der Ausschließlichkeitsvertreter im Auftrag der Versicherungsgesellschaft beim Kunden ist, er muss die Interessen der Gesellschaft wahren. Als Versicherungsmakler bin ich im Auftrag der Mandanten (meiner Kunden) bei den Gesellschaften das bedeutet, ich muss die Interessen meiner Mandanten wahren. Es gibt in diesem Bereich auch schon Gerichtsurteile die dem Versicherungsmakler den Status des Sachwalters, ähnlich wie ein Rechtsanwalt oder Steuerberater, mit allen Rechten und Pflichten zuordnen. Dies ist meiner Ansicht nach eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit, die auch das notwendige Fachwissen und den entsprechenden Charakter voraussetzt. Deshalb ist entweder ein Maklervertrag oder eine Verzichtserklärung notwendig.

Als Makler bin ich, wenn ein Maklervertrag gewünscht wird, Ihnen als meinen Mandanten persönlich für meine Beratungsleistung (somit für die finanziellen Folgen einer eventuellen Fehlberatung) in der Haftung. Deshalb ist eine Vermögensschadenhaftpflicht unverzichtbar. Dies ist auch ein wesentlicher Unterschied zu einem Ausschließlichkeitsvertreter, hier sind die Haftungsregelungen nicht so streng. Bei der Auswahl eines Beraters im Bereich der Finanzdienstleistung würde ich deshalb immer einem Makler den Vorzug geben.

Zum Schluss möchte ich mich noch für Ihr Interesse bedanken.

Über Anregungen, Fragen oder Kommentare freuen wir uns.

In Zukunft werde ich das Weblog nutzen um wichtige Themen anzusprechen oder auch über aktuelle Themen zu informieren. Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute und verbleibe,

Manfred Walter

Prolog

September 23rd, 2005 by Manfred | 1 Comment | Filed in Kurioses

Aller Anfang ist schwer.