TopInvest 500 – Newsletter Mai 2006

Mai 9th, 2006 by Manfred | No Comments | Filed in Allgemeines

Newsletter sind schon lange Mode, Weblogs brauchen sicher noch einige Zeit, um ähnliche Reichweiten zu erzielen. Hier einfach mal der Inhalt meines letzten Newsletters zum Thema TopInvest 500.

Die TopInvest500-Fondsdepots sprinten in diesem Jahr allen Vergleichsmaßstäben davon (siehe Anlagen). Das liegt daran, daß sich Dr. Jens Ehrhardt und sein Team permanent fragen, welches die besten Anlagen dieser Welt sind, und diese dann etwas übergewichten. Ich kenne keinen anderen Vermögensmanager, der dabei so oft richtig liegt. Dies liegt wiederum an seinem einzigartigen Investmententscheidungsprozess und seiner jahrzehntelangen Erfahrung.

Nur deswegen ist es möglich, daß das TopInvest500-Dynamic Fondsdepot mit einem Plus von 50,4 % (!) seit Auflage am 01.01.2003 mit einem durchschnittlichen Aktienfondsanteil von lediglich 58 % sogar mehr Performance für seine Anleger erzeugt als Aktienindices im Aufwärtstrend. Mit weniger Risiko wurde sogar mehr Wertentwicklung erzielt als es der so renommierte Tempelton Growth schaffte (siehe Anhang 1,2,3).

Im April beglückt der Top Invest 500 Dynamic meine Kunden mit satten 2,1 % Rendite und das obwohl der Dax im April nach einer heftigen Achterbahn um von ca 6000 Punkten auf 5900 Punkten zu fallen und dann mit ca 6020 Punkten im April aus dem Handel zu gehen. Warten Sie mal ab, wie entscheidend die richtige Anlage ist, wenn die Aktienindices mal kräftiger nach unten gehen.

Nun zwei Quizfragen: Wer hat mehr Rendite erwirtschaftet, private Anleger in Daxwerten oder Anleger im Top Invest 500 ?

Zweite Frage: wer hat das höhere Risiko Anleger in Daxwerten oder Anleger Top Invest 500 ?

Wenn Sie beide Fragen zu Gunsten des Top Invest 500 beantworten können, dann möchte ich Sie bitten meine Anlageberatung und natürlich diese Anlage weiterzuempfehlen.

Mit 5 DM sind Sie dabei …

Mai 9th, 2006 by Manfred | No Comments | Filed in Krankenversicherung, News

Mit 5 DM sind Sie dabei,

kennen Sie diesen Slogan noch, bald könnte es heißen mit 5 € sind Sie dabei, aber nicht bei der Lotterie.

Ich habe ja schon öfter auf die prekäre Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen hingewiesen. Um die Finanzen der GKV aufzubessern, sollen nach einem Bericht in der „Welt“ die zur Zeit fälligen 10 € im Quartal auf 5 € bei jedem Arztbesuch umgeändert werden. Noch wird dieser Bericht als Unsinn vom Gesundheitsministerium abgetan. Allerdings bekämen die Krankenkassen durch diese Maßnahme kurzfristig ca 1 Milliarde € Mehreinnahmen.

Auch die alte Forderung nach Ausgliederung von Risikosportarten aus dem Leistungskatalog der GKV wurde durch den Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt Wolfgang Böhmer (CDU) ( Zitat: „Es kann nicht sein, dass immer die Gemeinschaft einspringt, wenn jemand sich unvernünftig verhält“ sagte Böhmer der „Berliner Zeitung“.) wieder ins Gespräch gebracht.

Mal gespannt wann die Raucher dran kommen. Vielleicht in der Art, dass Lungenkrebs oder chronische Bronchitis aus dem Leistungskatalog gestrichen werden, dann braucht ein Raucher eine Raucherzusatzkrankenversicherung. Das lässt sich beliebig erweitern, hmmm, gar nicht mal so schlecht für’s Geschäft. Gute Idee weiter so.

Mit Unverständnis reagierte der Unions-Fraktionsvize Wolfgang Zöller (CSU) auf Warnungen der Kassen vor deutlich höheren Beitragssätzen in 2007. Der „Berliner Zeitung“ sagte er „Das ist ins Blaue hinein gedroht“, da die Gesundheitsreform noch nicht beschlossen sei, hätten die Kassen noch gar keine Grundlagen für ihre Berechnungen. Ganz entgegengesetzte Meldungen kamen von der SPD-Gesundheitspolitikerin Carola Reimann, die Finanznöte der Krankenkassen seien echt. „Die Signale kommen auch bei uns an, und wir hören sie mit großer Sorge.“

Wen wundert’s bei den politischen Voraussetzungen, aber darüber habe ich ja schon genug geschrieben

Kommentar zur Gesundheitsreform

Mai 5th, 2006 by Manfred | No Comments | Filed in News

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Stern“ kommentiert Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der privaten Krankenversicherung (PKV Verband) die Aussagen zur Gesundheitsreform von Unions-Fraktionschef Volker Kauder:

„Der Kauder-Vorschlag lässt viele Fragen offen und vermittelt den Eindruck, dass die strukturellen Probleme des Gesundheitssystems wieder nicht angegangen werden sollen:

- Während im Wege neuer Abgaben nochmals mehr Geld ins gesetzliche System fließen soll, wird der umfassende Leistungskatalog der GKV dagegen offensichtlich nicht Gegenstand der Reform sein.

- Offen ist, wie der immense bürokratische Aufwand eines Gesundheitsfonds, der einkommensabhängige Beiträge in einheitliche Kopfprämien „umwandeln“ und an die gesetzlichen Kassen verteilen soll, bewältigt werden kann.

- Unklar sind außerdem die Aussagen zu einer Versicherungspflicht für die private Krankenversicherung (PKV) sowie zur Versicherungspflichtgrenze. Die Beiträge für die Kinderversicherung aus Steuern zu finanzieren, ist ordnungspolitisch richtig. Diese Regelung muss dann aber gleichermaßen für gesetzlich und privat versicherte Kinder gelten.

Der in der GKV versicherungspflichtige Personenkreis darf unter keinen Umständen erweitert werden. Die PKV verzeichnet schon heute keinen Nettozuwachs mehr bei den Angestellten. Eine abermalige Anhebung der Versicherungspflichtgrenze würde sie austrocknen – ohne damit die Finanzierungsprobleme der GKV auch nur annähernd zu lösen. Zur Forderung einer Versicherungsverpflichtung für die PKV weisen wir auf das Konzept hin, das der PKV-Verband bereits vor zwei Jahren vorgestellt hat: Wir sind grundsätzlich bereit, alle freiwillig GKVVersicherten in einen Basistarif mit Annahmegarantie und ohne Risikozuschlag aufzunehmen und somit mehr Menschen demografiefest im Kapitaldeckungsverfahren abzusichern. Dazu sind jedoch flankierende Maßnahmen durch den Gesetzgeber unerlässlich.

Wir sind außerdem prinzipiell bereit, Nicht-Versicherte in ökonomischer Notlage, die zuletzt privat krankenversichert waren, in einen brancheneinheitlichen Tarif wieder aufzunehmen. Voraussetzung für dieses Angebot ist, dass auch die GKV die Bedingungen dafür schafft, ihre ehemaligen Mitglieder erneut zu versichern.

Das Anliegen von Herrn Kauder, in der Krankenversicherung Alterungsrückstellungen aufzubauen, ist aufgrund der dramatischen Bevölkerungsalterung in Deutschland richtig und alternativlos. Der Aufbau eines Kapitalstocks kann allerdings nur bei der privaten Krankenversicherung erfolgen – weder in der GKV noch in einer anderen gesetzlichen Institution wäre ein Kapitalstock vor dem Zugriff des Staates sicher.“

Ärztemangel: Was plant unsere Regierung

Mai 2nd, 2006 by Manfred | No Comments | Filed in Krankenversicherung

Noch in 2006 will die Bundesregierung folgende neue Regelungen für die Niederlassung als Arzt beschließen.

  • Ärzte können künftig auch Zweitpraxen eröffnen
  • Mediziner sollen als Mitarbeiter in unbegrenzter Zahl beschäftigen können
  • Die Altersgrenzen von 55 Jahren zur Niederlassung und 68 Jahren zur Berufsausübung als Kassenarzt werden nach oben gesetzt bzw ganz ausgesetzt.

Nach einem Bericht der “Berliner Zeitung” sind zudem für Ostdeutschland folgende Maßnahmen geplant.

Ärzte sollen auch in den neuen Bundesländern bis zum 3,5 fachen Satz der Gebührenordnung abrechnen können Dadurch werden die Ost-Ärzte gegenüber ihren West-Kollegen gleichgestellt.

Ich habe immer von den sog. Osttarifen, welche verschiedene private Krankenversicherungen anbieten abgeraten, da die meisten dieser Tarife nicht bis zum 3,5 fachen Satz der Gebührenordnung leisten.

Ministerium: diese Änderungen werden schnell umgesetzt werden

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) bestätigte nach dem Bericht, dass die Grundlinien unstrittig seien. Ein Gesetzentwurf sei in der Bundesregierung noch nicht endgültig abgestimmt. Im Mai solle das Gesetz vom Kabinett beschlossen werden, so die vorläufigen Planung. In Kraft treten soll das Gesetz nach Abschluss des parlamentarischen Verfahrens zur Jahresmitte, auf jeden Fall aber noch 2006

Ländliche Regionen von Ärztemangel betroffen

Schon heute gibt es in ländlichen Regionen Arztpraxen für die kein Nachfolger mehr gefunden werden kann. Den gesetztlichen Krankenkassen soll die Möglichkeit eröffnet werden, drohende Versorgungslücken in diesen Bereichen durch den Abschluss von Einzelverträgen mit Ärzten zu schließen. Dies passt natürlich den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) nicht, da diese bisher den flächendeckenden Versorgungsauftrag wahrgenommen haben. Vielleicht wäre dies der Anfang vom Ende der Kassenärztlichen Vereinigungen, meiner Meinung nach würde es für den Patienten in der gesetzlichen Krankenkasse etwas schwieriger, da er vor der Behandlung den Arzt fragen muss ob dieser mit der eigenen Kasse einen Vertrag hat. Andererseits würden die Finanzströme entflochten was zu mehr Transparenz, vielleicht zu mehr Gerechtigkeit und einer Kostenersparnis führen kann.

Das Arzneimittel-Sparpaket tritt nun zum 01.05.2006 in Kraft

April 26th, 2006 by Manfred | 1 Comment | Filed in Krankenversicherung

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 07.04.2006 dem Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung (AVWG) zugestimmt. Das Arzneimittelsparpaket kann damit zum 1. Mai in Kraft treten.

Die Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) sollen damit stabilisiert werden. Damit wird auch der Koalitionsvertrag zu mehr Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung umgesetzt.

Arzneimittelausgaben in der GKV sind zu hoch

Wegen der rund 16-prozentigen Steigerung der Arzneimittelausgaben der GKV seit dem letzten Jahr wurden damit die größten Kosten in der ambulanten Versorgung verursacht. Diese waren sogar höher als die Ausgaben für ärztliche Behandlungen. Dazu erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: “Die gesetzliche Krankenversicherung stünde finanziell noch erheblich besser da, wenn die Ausgabenzuwächse im Arzneimittelbereich im Rahmen der von der Selbstverwaltung vereinbarten Steigerungsrate geblieben wären. Das Versagen der Selbstverwaltung bei der Steuerung der Arzneimittelausgaben erfordert deshalb weiteres Handeln des Gesetzgebers.”

Die Maßnahmen im Einzelnen:

Der Gesetzentwurf AVWG sieht ein ganzes Bündel von Maßnahmen zur Begrenzung der Arzneimittelausgaben vor:

Keine Naturalrabatte mehr: Apotheken dürfen keine, kostenlose Arzneimittel-Packungen zu Lasten der GKV mehr erhalten. Ein 10-prozentiger Abschlag auf die Herstellerabgabepreise zugunsten der Krankenkassen für Nachahmerpräparaten.

Zwei Jahre lang Preisstopp für alle Arzneimittel.

Die Festbetragsregelung für Arzneimittel wird neu geordnet, echte Innovationen mit therapeutischem Zusatznutzen werden nicht in die Festbetragsregelungen einbezogen. Dies gilt für Analog-Arzneimittel ohne Zusatznutzen nicht.

Die Patientenzuzahlung kann bei besonders preisgünstigen Arzneien erlassen werden.

Zur Zeit müssen Kassenpatienten in der Apotheke zehn Prozent des Arzneimittelpreises zuzahlen, mindestens aber fünf und höchstens zehn Euro.

Nun durch die neuen Festbeträge werden sich die Zuzahlungen für Versicherte in der gesetzlichen Krankenkasse erheblich erhöhen. Oder die Verschreibbarkeit von Medikamenten verhindern. Wohl dem der in der privaten Krankenversicherung versichert ist, hier gilt nicht die Wirtschaftlichkeit sondern, wie es sich gehört die medizinische Notwendigkeit. Ein Grund mehr sich, wenn möglich, über einen Wechsel in die Private Krankenversicherung Gedanken zu machen.

War es nur ein Versuchsballon, der Gesundheitsfonds?

April 22nd, 2006 by Manfred | No Comments | Filed in Krankenversicherung, Versicherungen

Sowohl die SPD-Linke als auch der designierte SPD-Parteivorsitzende Kurt Beck haben sich nun gegen die Einführung eines Gesundheitsfonds in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) ausgesprochen. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) schlug in einem “Stern”-Interview vor, die Krankenkassenbeiträge für Arbeitgeber einzufrieren und in den neu zu schaffenden Gesundheitsfonds fließen zu lassen. Darüber habe ich schon berichtet. Dieser Fonds sollte an die Kassen eine einheitliche Pauschale von 150 bis 170 Euro auszahlen, bei höheren Kosten war die Erhebung einer „Kopfprämie“ durch die Kassen beim Versicherten vorgesehen. Außerdem sollte nach Kauders Vorschlag die beitragsfreie Mitversicherung der Kinder über zusätzliche Steuern oder Abgaben, finanziert werden. Seitdem wird der Gesundheitssoli ebenfalls heftig diskutiert

Nun regt sich auch Wiederstand in den eigenen Reihen gegen den Gesundheitsfonds

Der Gesundheitsfonds wird nun auch von einigen CDU-Ministerpräsidenten abgelehnt. “Die Vorstellung, man könne über mehr Steuergeld in den sozialen Sicherungssystemen zu einer Besserung kommen, ist nicht richtig”, sagte der Nordrhein-Westfälische Regierungschef Jürgen Rüttgers (CDU) der “Welt am Sonntag (WamS)”. Kritik kommt auch aus Thüringen, der Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU). “Eine weitere Steuererhöhung außer der vereinbarten Mehrwertsteuererhöhung von drei Prozent passt nicht in die politische Landschaft”, sagte der CDU-Politiker. Sogar Arbeitgeber, Gewerkschaften und die FDP lehnen inzwischen das Modell eines Gesundheitsfonds ebenfalls ab

Schnelle Reaktion aus dem Kanzleramt, doch ein Stimmungstest?

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellte über Regierungssprecher Thomas Steg schnell klar, dass dies keine “Auftragsarbeit” war. Laut Steg seien solche Interviews “gut gemeint” und sollten “bestimmte Überlegungen” in die Öffentlichkeit bringen. Jedoch betonte Steg: “Nicht jeder dritte Weg erweist sich als Königsweg. Mancher könnte sich als Holzweg erweisen.” Der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU habe eine sehr eigenständige Rolle und stehe nicht in einem Abhängigkeitsverhältnis zur Kanzlerin, betonte Steg.

Alles wieder offen!

Nun da sich die Aufregungen beruhigt haben, ist alles wieder offen. Erfreulich ist, dass inzwischen scheinbar auch unsere Gesundheitsministerin es nicht mehr ganz so auf die Abschaffung der privaten Krankenversicherung abgesehen hat. Vielleicht wird es ja doch noch was mit der Gesundheitsreform. Auf alle fälle gehen mir so die Themen nicht aus :)

Der PKV Verband nimmt zu den aktuellen Vorschlägen der Gesundheitsreform Stellung

April 14th, 2006 by Manfred | 5 Comments | Filed in Allgemeines, News

Der Direktor des PKV Verbandes Volker Leienbach nimmt zu den Aussagen von Unions-Fraktionschef Volker Kauder im „Stern“ wie folgt Stellung:
 

„Der Kauder-Vorschlag lässt viele Fragen offen und vermittelt den Eindruck, dass die strukturellen Probleme des Gesundheitssystems wieder nicht angegangen werden sollen:
- Während im Wege neuer Abgaben nochmals mehr Geld ins gesetzliche System fließen soll, wird der umfassende Leistungskatalog der GKV dagegen offensichtlich nicht Gegenstand der Reform sein.

- Offen ist, wie der immense bürokratische Aufwand eines Gesundheitsfonds, der einkommensabhängige Beiträge in einheitliche Kopfprämien „umwandeln“ und an die gesetzlichen Kassen verteilen soll, bewältigt werden kann.

Unklar sind außerdem die Aussagen zu einer Versicherungspflicht für die private Krankenversicherung (PKV) sowie zur Versicherungspflichtgrenze.
Die Beiträge für die Kinderversicherung aus Steuern zu finanzieren, ist ordnungspolitisch richtig. Diese Regelung muss dann aber gleichermaßen für gesetzlich und privat versicherte Kinder gelten.

Der in der GKV versicherungspflichtige Personenkreis darf unter keinen Umständen erweitert werden. Die PKV verzeichnet schon heute keinen Nettozuwachs mehr bei den Angestellten. Eine abermalige Anhebung der Versicherungspflichtgrenze würde sie austrocknen – ohne damit die Finanzierungsprobleme der GKV auch nur annähernd zu lösen.

Zur Forderung einer Versicherungsverpflichtung für die PKV weisen wir auf das Konzept hin, das der PKV-Verband bereits vor zwei Jahren vorgestellt hat: Wir sind grundsätzlich bereit, alle freiwillig GKV-Versicherten in einen Basistarif mit Annahmegarantie und ohne Risikozuschlag aufzunehmen und somit mehr Menschen demografiefest im Kapitaldeckungsverfahren abzusichern. Dazu sind jedoch flankierende Maßnahmen durch den Gesetzgeber unerlässlich.
Wir sind außerdem prinzipiell bereit, Nichtversicherte in ökonomischer Notlage, die zuletzt privat krankenversichert waren, in einen brancheneinheitlichen Tarif wieder aufzunehmen. Voraussetzung für dieses Angebot ist, dass auch die GKV die Bedingungen dafür schafft, ihre ehemaligen Mitglieder erneut zu versichern.

Das Anliegen von Herrn Kauder, in der Krankenversicherung Alterungsrückstellungen aufzubauen, ist aufgrund der dramatischen Bevölkerungsalterung in Deutschland richtig und alternativlos. Der Aufbau eines Kapitalstocks kann allerdings nur bei der privaten Krankenversicherung erfolgen – weder in der GKV noch in einer anderen gesetzlichen Institution wäre ein Kapitalstock vor dem Zugriff des Staates sicher.“

Dass der Gesundheitsfonds ein bürokratisches Monster wird und Unsummen an finanziellen Mitteln in der Bürokratie versickern, das habe ich vom ersten Augenblick an befürchtet. Die Vesicherten in der gesetzlichen Kankenkasse werden die Zeche zahlen müssen. Wohl dem, der rechtzeitig in die private Krankenversicherung gewechselt ist.

Nun wird es ernst in der Gesundheitspolitik

April 11th, 2006 by Manfred | No Comments | Filed in News

Zeitungen berichten heute, dass sich die grosse Koalition die Eckpunkte der Gesundheitsreform festgezurrt hat. Ob das der grosse Wurf wird, muss sich noch herausstellen. Im Kern geht es um die Finanzierung der bisher kostenfrei versicherten Kinder über Steuern. Das bedeutet eine 3% Steuererhöhung oder einen Gesundheitssoli von 8% auf die Steuerschuld. Unseren Politikern scheint wirklich nichts anderes einzufallen, als die Steuern zu erhöhen – 3% Mehrwertsteuer, Gesundheitssteuer usw., mal gespannt wann die auf den 100% Steuersatz kommen, kann ja nicht mehr lange dauern ;-) Dann darf der „normale“ Arbeitnehmer das Geld für die Lohrnebenkosten mit einem Kredit finanzieren.

Da kann ich nur sagen „Du bist Deutschland“ aber das Thema hatten wir schon mal. Geplant ist nun doch das neue Bürokratiemonster Gesundheitsfond.
Das Geld aus dieser neuen Steuer soll in einen Gesundheitsfonds eingezahlt werden. Jede Kasse soll dann daraus einen Betrag von 150-170€ bekommen. Der einzige Vorteil ist, dass der Risikostrukturausgleich dann wegfallen könnte. Eventuell wird auch in der gesetzlichen Krankenkasse ein Kapitalstock aufgebaut, dies wäre grundsätzlich sehr positiv. Zu befürchten ist allerdings, dass die Planwirtschaft und die Regulierungswut der Politik im Gesundheitswesen weiter zunehmen.

Der Top Invest 500 – die etwas andere Kapitalanlage.

April 8th, 2006 by Manfred | No Comments | Filed in Allgemeines

Die Performance des TopInvest 500 Fondsdepots in diesem Jahr übertrifft fast alles (vgl. Anhänge). Das Plus im TopInvest500 Dynamic Depot liegt in diesem Jahr schon bei + 8,2 % und dies in nur drei Monaten. Zu beachten ist, dass diese Performance mit einer Aktienquote von “nur” 88% (diese wurde von 83% im März auch nun 88% angehoben) erwirtschaftete wurde.

Die richtige Asset Allocation entscheidet alles. Daher ist das TopInvest 500 Fondsdepots sehr wenig Rentenfonds investiert, da diese stark von der Entwicklung der Anleiherenditen abhängen, diese steigen schon seit fast einem Jahr, wenn auch gering. Zur gleichen Zeit vor einem Jahr gab es in Deutschland die größten jemals aufgetretenen Zuflüsse in Anleihefonds bei absoluten Minizinsen. Die Banken wollten wieder Geld verdienen und drängten die armen unerfahrenen deutschen Anleger in die Rentenfonds — zum schlechtesten Zeitpunkt.

Dazu muss man natürlich die Hintergründe kennen, wenn Sie in einer Hochzinsphase in Rentenfonds einsteigen und die Zinsen dann fallen, erhöhen sich während der Laufzeit die Kurse der Anleihen, in die investiert wurde. Das bedeutet erhebliche Kursgewinne für die Anleger. Im umgekehrten Fall, wenn Sie in einer Niedrigzinsphase in Rentenfonds einsteigen und die Zinsen steigen verlieren die Anleihen an Kurswert während der Laufzeit – somit erleiden die Rentenfonds Kursverluste, wenn diese dann nur niedrig verzinst werden kann man auch in Rentenfonds über Jahre Vermögen verlieren statt Ertrag zu erwirtschaften.

Wie gut, dass die Anleger den meines Erachtens besten Vermögensverwalter haben und eine tolle Wertsteigerung erleben. Bin gespannt wie das weitergeht, wenn man so mit Rendite verwöhnt wird, kann man den Gedanken, dass die Wertentwicklung auch im TopInvest500-Fondsdepots mal einen Monat negativ ausfallen kann fast vergessen, wichtig ist auch in solchen Zeiten die gewiss kommen werden, investiert zu bleiben.

Material: TI 500 Fact Sheet (PDF) und TI 500 Performance (PDF).

Solidaritätszuschlag für Gesundheit?

April 7th, 2006 by Manfred | No Comments | Filed in Krankenversicherung

Das Possenspiel geht weiter, oder kommt 2007 der “Solidaritätszuschlag für Gesundheit”? Nachdem unsere Bundeskanzlerin ein Machtwort gesprochen hat, wissen alle – die Gesundheit wird “ tendenziell teurer“.

Das ist schon lustig, die Politik jammert, dass in 2007 ca. 7 Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenkasse fehlen werden (3-mal dürfen Sie raten wer das bezahlt). Dennoch bürden die gleichen Politiker der gesetzlichen Krankenkasse die sog. versicherungsfremden Leistungen auf und verkünden dann, dass diese durch die Erhöhung der Tabaksteuer an die Krankenkassen bezahlt werden sollen. Nun die Tabaksteuer bleibt (ist mir grundsätzlich wurscht, ich bin Nichtraucher), aber die Krankenkassen sehen nichts mehr davon, immerhin 5 Milliarden € im Jahr an versprochenen Mitteln, die nicht mehr finanziert werden. Wenn man dann die Mehrkosten für die ab 2007 eingeführte Mehrwertsteuer in Höhe von 2 Milliarden € dazurechnet kommt man auf den gleichen Betrag wie die Politik: insgesamt ca. 7 Milliarden €. Nun, wer verteuert (tendenziell) die gesetzliche Krankenkasse?

Die viel diskutierte beitragsfreie Versicherung von Kindern scheint inzwischen wieder vom Tisch zu sein (da bin ich mit meinen 3 Kindern sehr betroffen), obwohl mir das vermutlich auch nicht viel gebracht hätte, denn beitragsfrei sind meine Kinder jetzt auch schon versichert ;-)

In den Hinterzimmern der Großen Koalition wird nun über den “Gesundheits-Soli” zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nachgedacht. Möglicher Kompromiss für Union und SPD?

Da die Fronten sehr verhärtet sind und weder die Bürgerversicherung noch eine Kopfpauschale erreichbar scheinen, kann ich mir gut vorstellen, dass dies ein möglicher Weg für die Politiker sein wird. Es bleibt spannend.